Gefangen in einer Welt ohne Antworten

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catnbooksandkvibes Avatar

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„Ich, die ich Männer nicht kannte“ beginnt mit einer verstörend klaren Ausgangssituation: Frauen, eingesperrt in einem unterirdischen Raum, bewacht von Männern, ohne zu wissen, warum. Besonders eindrücklich finde ich die Perspektive der jungen Erzählerin, die keine Erinnerung an ein Leben davor hat. Dadurch wirkt alles gleichzeitig fremd und nüchtern beobachtet.
Die Stimmung ist kühl und reduziert, fast sachlich, und genau das macht es so intensiv. Zwischen den Zeilen liegt eine konstante Bedrohung, ohne dass viel erklärt wird. Mich reizt vor allem diese Mischung aus Dystopie und der Frage nach Identität und Erinnerung. Ich möchte unbedingt wissen, was hinter dieser Welt steckt und wie sich die Geschichte weiter entfaltet.