Ich schwebe noch

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koboldi Avatar

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Aktuell habe ich noch das Gefühl, ein wenig zu schweben und noch nicht ganz im Buch angekommen zu sein. Die Ausgangssituation wirkt bewusst rätselhaft und lässt mich zunächst orientierungslos zurück: Wo genau befinden sich die Figuren? Gefängnis? Zellen? Untergrund? Wärter? Bücher? Fleisch aus dem Lagerraum? Was ist mit der Welt geschehen? Und nach welchen Regeln funktioniert dieses Gefängnis? Gerade diese vielen offenen Fragen sorgen aber auch für eine starke Neugier und treiben mich beim Lesen weiter an. Oft habe ich die Seiten zweimal gelesen um auch keinen Hinweis zu überlesen.
Die Protagonistin wirkt auf mich bisher sehr weltfremd und schwer greifbar, sie betrachtet die Realität aus einer gewissen Distanz. Gleichzeitig habe ich den Eindruck, dass das Buch nicht nur ein außergewöhnliches Schicksal schildern möchte, sondern auch tief in eine besondere Gedankenwelt eintaucht.
Das Setting ist bislang sehr offen gehalten, was einerseits Verwirrung erzeugt. Hinter der Geschichte muss ein großes Geheimnis steckt, das sich wohl erst nach und nach erschließt. Spannender ist die Frage, warum sie gleichzeitig so weltfremd ist und welche Vergangenheit oder Umstände dazu geführt haben. Sie scheint auch recht klug zu sein. Übersetzung von Shakespire und ihr konter gegenüber der Frauen.