So viele Fragen

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wordfflow Avatar

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Auf den ersten Blick hat mich das Cover nicht angesprochen, auf den zweiten aber eine Neugierde geweckt, die ich stillen wollte. Wer ist diese Frau mit dem traurigen, eindrücklichen Blick? Was ist ihre Geschichte?

Der Klappentext hat mich sofort überzeugt. Ich lese gerne feministische Bücher und dieses wirft sofort viele Fragen auf: Was ist mit den Frauen passiert? Wer ist die vierzigste? Warum wurde sie ausgestoßen? Was erwartet die Frauen draußen? Wie werden sie sich zurechtzufinden?

Der Einstieg in das Buch fühlt sich nicht als solcher an. Eher wie das sanfte, aber unmittelbare Eindringen in die Gedanken einer Frau, die so viele Fragen zu einer ihr unbekannten Welt hat. Fragen, die ihr nicht beantwortet werden und die sie sich in ihrer Gedankenwelt mit dem wenigen Wissen und Kreativität versucht zu erschließen.

Die Erzählstimme finde ich durch ihre Umstände sehr außergewöhnlich. Die erzählerische Offenheit zu den Lesenden und die gleichzeitige Distanz zu den anderen Frauen schafft eine Nähe, die in mir sofort Empathie und Sympathie geweckt hat.

Insgesamt konnten die ersten Seiten mich sehr fesseln und neugierig machen. Nicht zuletzt, weil ich die Ausgangssituation und diese besondere Erzählerin auch psychologisch äußerst interessant finde.