Das Buch erinnert mich stark an "Die Wand!"
Ich, die ich Männer nicht kannte von Jacqueline Harpman erzählt von einer namenlosen Erzählerin, die gemeinsam mit anderen Frauen in einem unterirdischen Käfig aufwächst, bewacht von schweigenden Männern. Als diese Wächter plötzlich verschwinden, gelangen die Frauen in eine leere, verstörend stille Welt. Während sich die anderen an Fragmente eines früheren Lebens klammern, kennt die Erzählerin nur die Gegenwart – sie hat nie eine „normale“ Welt erlebt und muss sich alles, was Menschsein bedeutet, erst erschließen.
Mich hat das Buch stark an "Die Wand" erinnert, vor allem im Erzählstil. Es ist sehr ruhig und äußerlich passiert nicht viel. Statt Handlung steht das Erleben im Vordergrund: eine Frau, die ihr Leben erzählt – oder vielmehr: die wir beim Leben begleiten. Genau darin liegt auch die Stärke des Buches, weil man als Leser:in gezwungen ist, sich auf diese Langsamkeit einzulassen und die kleinen Beobachtungen ernst zu nehmen.
Ich hatte das Gefühl, dass sich unglaublich viel in den Text hineininterpretieren lässt. Die Männer als Wächter, die über die Frauen bestimmen, werfen sofort Fragen nach Macht, Kontrolle und Geschlechterverhältnissen auf. Gleichzeitig ist spannend, wie die Frauen untereinander über Liebe, Sexualität und sich selbst sprechen – oft geprägt von Erinnerungen, die die Erzählerin selbst gar nicht teilt. Gerade dieser Kontrast macht ihre Perspektive so besonders: Sie wächst nicht in der „echten“ Welt auf und hat deshalb keinen Vergleich, keine Nostalgie, keine verlorene Vergangenheit. Das verändert ihren Blick auf alles – auf Beziehungen, auf Körperlichkeit, auf Existenz an sich.
Trotzdem muss ich sagen, dass sich das Buch für mich stellenweise etwas gezogen hat. Diese ruhige, fast monotone Erzählweise ist konsequent, aber war mir doch manchmal zu langsam, und mich hat es emotional nicht zu hundert Prozent abgeholt. Gleichzeitig ist es genau so ein Buch, über das man noch nachdenkt. Ich merke, dass ich es gerne mit anderen besprechen würde, weil es weniger klare Antworten gibt als vielmehr Räume für Deutung öffnet.
Insgesamt also ein interessantes, ungewöhnliches Buch, das mehr Fragen stellt als beantwortet – auch wenn es mich nicht durchgehend gepackt hat.
Mich hat das Buch stark an "Die Wand" erinnert, vor allem im Erzählstil. Es ist sehr ruhig und äußerlich passiert nicht viel. Statt Handlung steht das Erleben im Vordergrund: eine Frau, die ihr Leben erzählt – oder vielmehr: die wir beim Leben begleiten. Genau darin liegt auch die Stärke des Buches, weil man als Leser:in gezwungen ist, sich auf diese Langsamkeit einzulassen und die kleinen Beobachtungen ernst zu nehmen.
Ich hatte das Gefühl, dass sich unglaublich viel in den Text hineininterpretieren lässt. Die Männer als Wächter, die über die Frauen bestimmen, werfen sofort Fragen nach Macht, Kontrolle und Geschlechterverhältnissen auf. Gleichzeitig ist spannend, wie die Frauen untereinander über Liebe, Sexualität und sich selbst sprechen – oft geprägt von Erinnerungen, die die Erzählerin selbst gar nicht teilt. Gerade dieser Kontrast macht ihre Perspektive so besonders: Sie wächst nicht in der „echten“ Welt auf und hat deshalb keinen Vergleich, keine Nostalgie, keine verlorene Vergangenheit. Das verändert ihren Blick auf alles – auf Beziehungen, auf Körperlichkeit, auf Existenz an sich.
Trotzdem muss ich sagen, dass sich das Buch für mich stellenweise etwas gezogen hat. Diese ruhige, fast monotone Erzählweise ist konsequent, aber war mir doch manchmal zu langsam, und mich hat es emotional nicht zu hundert Prozent abgeholt. Gleichzeitig ist es genau so ein Buch, über das man noch nachdenkt. Ich merke, dass ich es gerne mit anderen besprechen würde, weil es weniger klare Antworten gibt als vielmehr Räume für Deutung öffnet.
Insgesamt also ein interessantes, ungewöhnliches Buch, das mehr Fragen stellt als beantwortet – auch wenn es mich nicht durchgehend gepackt hat.