Der Bunker die Welt

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blackkat Avatar

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Die Novelle handelt von einer Gruppe von vierzig Frauen, die in einem unterirdischen Käfig gefangen gehalten werden. Sie stehen unter der Beobachtung der Wachen, die mit Peitschen drohen, wenn die Frauen etwas tun, was sie nicht dürfen. Als eines Tages ein Alarm losgeht, während ihre Zellentür für die Nahrungslieferung geöffnet wird, können sie ausbrechen.

Das Cover passt sehr gut zu der Novelle und spricht zum Lesen an. Auch die Übersetzung ist sehr gut getroffen und der Schreibstil spannend, wenn auch keine Kapitelstruktur existiert.

Das Buch wird aus der Sicht der jüngsten Gefangenen beschrieben, die nicht wirklich etwas anderes kennt, als den Bunker und die Frauen und man merkt sofort, dass ihr die Welt, Gefühle und Erlebnisse, die die anderen beschreiben komplett fremd ist.
Die Geschichte stößt so unglaublich viele (philosophische) Themen an, die ich beim besten Willen nicht alle abdecken könnte. Es werden so viele Fragen über die Welt gestellt, in der sich die Figuren befinden, die nie beantwortet werden, was mein inneres Ich total beunruhigt hat, aber genau das bezweckt auch das Buch, denn auch die Hauptperson wird es nie erfahren, warum, wieso was passiert ist usw. und so wird der Leser ebenfalls damit leben müssen. Wir verfolgen eine Frau, die genau wie ihre Umwelt, den anderen völlig Fremd ist und ihre Entwicklung ist spannend, wie sie ihre eigene Welt erbaut und von den anderen lernt.

Ich finde das Buch unglaublich gut umgesetzt. Es hat mich im Dunkeln gelassen bei so vielen offenen Fragen, es hat aber auch gezeigt, wie sich die Frauen versucht haben ein Leben aufzubauen in einer ausweglosen Situation. Es lohnt sich auf jeden Fall das Buch in die Hand zu nehmen!