Die Überlebenden
In einem unterirdischen Käfig werden 39 Frauen und ein junges Mädchen seit vielen Jahren gefangen gehalten. Irgendwann ist etwas passiert, was ihr normales Leben beendet hat, aber keiner weiß was. Die Frauen haben noch vage Erinnerungen an die Zeit vor der Gefangenschaft, das Mädchen nicht. Es wurde als Kleinkind mit den Frauen eingesperrt und ist jetzt 12-15 Jahre alt. Es kennt nicht einmal seinen Namen. Die Wärter arbeiten in zwei Schichten und bringen ihnen geringe Mengen von Nahrungsmitteln. Gesprochen wird kein Wort. Die Frauen wissen nicht, warum man sie gefangen hält und haben jede Hoffnung auf eine normale Zukunft verloren. Immer brennt das Licht, und sie haben keine Möglichkeit, Tag und Nacht zu unterscheiden. Es fehlt jegliche zeitliche Orientierung. Eines Tages ertönt ein Signal kaum dass die Wärter die Käfigtür geöffnet haben. Als erste verlässt das Mädchen das Gefängnis, später alle anderen. Draußen sehen sie eine karge Wildnis, in der sie nichts wiedererkennen. Das Mädchen ist von allen die Mutigste und erkundet als erste den Bunker und die Umgebung. Später werden sich alle auf immer ausgedehntere Wanderungen machen in der Hoffnung, auf Menschen und Siedlungen zu stoßen. Sie finden im Laufe der Jahre an die Hundert Bunker, aber keine lebenden Menschen. Die Gruppe wird immer kleiner, weil eine Frau nach der anderen stirbt oder so krank und schwach wird, dass das Mädchen Sterbehilfe leistet. Irgendwann ist sie die letzte Überlebende.
Ich habe diese packende Geschichte mit Zügen eines Science Fiction Romans mit großem Interesse gelesen. Mir gefällt die Art, wie die Autorin sie erzählt und welche Themen dabei behandelt werden. Die Frauen lernen mitmenschliches Verhalten und stehen einander bei. Sie fragen sich, welchen Sinn menschliches Leben und speziell ihr Überleben hat. Ihre Fragen werden nicht beantwortet, und niemand weiß, ob das Geschehen überhaupt auf dem Planet Erde anzusiedeln ist. Ein sehr empfehlenswerter Roman, der 31 Jahre nach der Erstveröffentlichung zu recht große Beachtung findet.
Ich habe diese packende Geschichte mit Zügen eines Science Fiction Romans mit großem Interesse gelesen. Mir gefällt die Art, wie die Autorin sie erzählt und welche Themen dabei behandelt werden. Die Frauen lernen mitmenschliches Verhalten und stehen einander bei. Sie fragen sich, welchen Sinn menschliches Leben und speziell ihr Überleben hat. Ihre Fragen werden nicht beantwortet, und niemand weiß, ob das Geschehen überhaupt auf dem Planet Erde anzusiedeln ist. Ein sehr empfehlenswerter Roman, der 31 Jahre nach der Erstveröffentlichung zu recht große Beachtung findet.