Dystopisch

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elenanett Avatar

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Das Buch erzählt eine dystopische Geschichte von 40 Frauen, die gemeinsam in einem unterirdischen Gefängnis und von Wächtern bewacht werden. Keine von ihnen weiß, wie sie dorthin gekommen ist. Die meisten erinnern sich noch an ihr früheres Leben in Freiheit – nur die jüngste von denen, fast noch ein Kind, hat keinerlei Erinnerungen daran. Sie wirkt dadurch besonders fremd in der Gruppe. Als sich plötzlich die Möglichkeit ergibt, das Gefängnis zu verlassen, beginnt ein neuer Abschnitt. Doch statt Antworten zu finden, werden die Fragen immer mehr. Die Frauen müssen sich in einer unbekannten Welt zurechtfinden. Es geht nicht nur ums Überleben, sondern auch darum, einen Sinn im eigenen Dasein zu finden. Besonders im Mittelpunkt steht die 40. Frau, die im Buch namenlos bleibt. Sie beeindruckt durch ihre Neugier, ihren starken Wissensdrang und ihren Optimismus. Diese Eigenschaften helfen ihr, trotz aller Unsicherheiten nicht aufzugeben. Der Schreibstil des Buches ist sehr flüssig und angenehm zu lesen. Auch das Hörbuch ist gelungen: Die Sprecherin Vera Teltz hat eine ruhige und angenehme Stimme, die nicht unnötig emotional ist und gut zur Geschichte passt. Ich fand das Buch spannend und interessant. Man rätselt gemeinsam mit der Hauptfigur und begleitet sie auf ihrer Suche nach Antworten. Eine absolute Lese- und Hörempfehlung.