Ein einzigartiges Wek

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hundeliebhaberin Avatar

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40 Frauen unterschiedlichen Alters sind in einem unterirdischen Raum, umgeben von Gittern, gefangen gehalten. Sie werden streng von Wärtern bewacht, bekommen regelmäßige Mahlzeiten und sind ansonsten sich selbst überlassen.
Erzählt wird aus der Perspektive der "Kleinen", der jüngsten der Frauen. Sie ist so klein in den Keller gekommen, dass sie sich an kein Davor erinnern kann und keine andere Welt kennt. Doch auch die anderen Frauen können sich nicht daran erinnern, wann, wie und weshalb sie dort gelandet sind.

Jacqueline Harpman schreibt über den einseitigen und gleichförmigen Tagesablauf der Frauen, über all ihre Fragen, die im Laufe des Buches zunehmen und immer stärker existenzielle Züge annehmen. Es geht um Menschlichkeit, das Sein und den Sinn der Existenz.

Ich empfinde "Ich, die ich Männer nicht kannte" als sehr intensiv und mochte sowohl das Set Up als auch die Entwicklung, die geäußerten Gedanken und Fragen sehr, obwohl ich keinerlei Zugang zu dieser dystopischen Welt hatte und die Hintergründe bis zum Schluss nicht offenbart werden. Doch darum geht es auch gar nicht, sondern vielmehr um Orientierung und darum, sich im Unbekannten zurechtzufinden.