Eine Welt ohne Männer

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worte.wald Avatar

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An diesem Buch kommt man derzeit nicht vorbei, deshalb war auch ich sehr gespannt auf die dystopische Geschichte. Ich habe mir für das Hörbuch entschieden (toll gesprochen von Vera Teltz) und kann das auch sehr empfehlen, ich fand die Sprecherin sehr angenehm!

In diesem Buch geht es um ein potentielles "Weltende-Szenario": 40 Frauen sitzen in einem Kellerverließ gefangen und sie wissen nicht, wie sie dort gelandet sind. Bis eines Tages ein Alarm ertönt und die Männer verschwinden, die sie bewacht haben. Die Frauen können endlich diesen grausamen Ort verlassen und doch sind sie überfordert, mit dem, was sie an der Erdoberfläche erwartet. Sie sind allein, niemand ist mehr am Leben. Gemeinsam versuchen sie, sich in dieser Welt zurechtzufinden.

Ich finde den Roman sehr spannend und kann absolut nachvollziehen, warum er so gehypt wird. Gleichzeitig finde ich ihn nicht unbedingt feministisch. Die Protagonistin, namenlos und deutlich jünger als die anderen Frauen, fand ich sehr spannend. Manchmal wirkt sie fast schon arrogant, aber sie hat doch auch Chancen zur Reflektion genutzt.

Es bleiben viele Fragen offen, manche Leser*innen sprechen auch (nachvollziehbar) von einigen "Plot Holes". Durch die dystopische Tendenz des Buches wird man auf jeden Fall zum Nachdenken angeregt. Ich habe es gerne gehört, es hat jetzt aber auch nicht groß mein Leben verändert.

Ein interessantes, lesenswertes Werk!
3,75/5 Sterne