Erwartungen nicht erfüllt

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lena.braun2212 Avatar

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"Ich, die ich Männer nicht kannte" startet mit einer spannendem und dystopischen Setting. 39 Frauen und ein junges Mädchen werden unter der Erde in einem Gefängnis gefangen gehalten. Insbesondere das junge Mädchen erinnert sich an nichts aus einem Leben vor dem Käfig. Doch eines Tages fliehen die Gefängniswärter, sodass den Frauen der Weg nach draußen freisteht.

Zunächst war ich von dieser Prämisse begeistert. Außerdem wurde das Buch haufenweise auf sämtlichen Social Media Plattformen als der Must Read für Dystopie Fans angepriesen. Bereits der Beginn der Geschichte wirft so viele Fragen auf, dass man garnicht anders kann als weiterzulesen. Die inneren Monologe der Protagonist sind faszinierend aber auf gewisse weißeu auch verstörend. Dann kommt der große Befreiungsschlag mit dem Ausbruch aus dem Gefängnis. Leider kam damit für mich auch die große Ernüchterung.
Vielleicht bin ich mit zu hohen Erwartungen an dieses Buch herangegangen, aber nach dem spannenden Beginn würde ich von der restlichen Geschichte leider enttäuscht. Zwar fand ich die Hauptperson interessant und auch ihre Gedankengänge teilweise faszinierend, aber außer diesen hat das restliche Buch leider Recht wenig Handlung. Alles spannende passiert auf den ersten ca. 50 Seiten, deren Inhalt man auch im Klappentext lesen kann. Obwohl das Buch insgesamt auch eher kurz ist, hat sich die restliche Geschichte unglaublich in die Länge gezogen. Stilistisch gut gemacht, aber für mich leider langweilig zu lesen. Trotzdem hatte ich im Nachhinein Spaß alle unbeantworteten Fragen die dieses Buch offen lässt mit meinem Buchclub zu erörtern.

Empfehlen würde ich dieses Buch allen, die gerne noch lange im Nachhinein über ein Buch nachgrübeln und hierbei nicht zu einer Antwort kommen müssen.