Etwas enttäuschend

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danielae Avatar

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Sowohl der Klappentext, als auch die Bewerbung durch New York Times und Co. „So feministisch wie der Report der Magd“, etc. haben bei mir hohe Erwartungen an das Buch geweckt. Diese wurden leider weitesgehend enttäuscht. So spannend, der insbesondere der Anfang war, der sich mit der Gefangenschaft der Frauen im Gefängnis im Keller befasst, der Unwissenheit darüber, wie sie dorthin gekommen sind, den Wert, die nicht mit ihnen sprechen, sondern lediglich die Peitsche knallen lassen, wenn die Frauen gegen Regeln verstoßen - langatmig und eher langweilig ist dann doch der Rest des Buches. Als den Frauen die Flucht gelingt, ziehen sie ziellos umher, finden ne, andere Verliese, , in denen sie immer nur das selbe: Leichen, Essensvorräte, Decken finden. Das Buch ist aus der Perspektive der jüngsten unter ihnen, die immer nur die Kleine genannt wurde, formuliert. Sie kennt nichts als die Gefangenschaft, und kann mit den Erzählungen der anderen Frauen von einem Leben davor nicht wirklich etwas anfangen. Getrieben von der Hoffnung, doch noch einmal irgendwann Zivilisation zu finden, ziehen die Frauen einige Zeit über den kargen Planeten bis sie irgendwann aufgeben und sesshaft werden.
Nur die Jüngste, die Kleine, gibt ihre Hoffnung nicht auf, irgendwann doch noch Zivilisation zu finden.
Ich war tatsächlich etwas enttäuscht von dem Buch und hatte mir, bei einem feministischen Buch, wie es beschrieben war, doch etwas mehr Interaktion und vor allem Rückkehr in die reale Welt erhofft. Auch das Rätsel, warum die Frauen und so viele andere Menschen dort in diesem Käfigen gefangen waren, wird nicht aufgelöst.