Existentiell, aber nicht feministisch
Wenn man in den letzten Wochen von diesem Buch gehört hat, wurde mit den verschiedensten Wörtern um sich geworfen. Feministisch sei es, existentiell, Vergleiche mit Margaret Atwoods Romanen wurden angeführt, die das Buch, wenn wir ehrlich sind, nicht ganz halten kann. Aber solche Werbekniffe finde ich den Neuveröffentlichungen gegenüber auch immer sehr unfair, schüren sie doch Erwartungen, die das Buch gar nicht halten kann, die es aber auch nie erfüllen wollte!
Dabei ist "Ich, die ich Männer nicht kannte" für sich allein betrachtet wirklich kein schlechtes Buch. In vielen Aspekten hat es mich zu recht beeindruckt und gefesselt.
"Die Kleine" wächst als einziges Mädchen unter 39 fremden frauen in einem Käfig auf. Vor dem Gitter patroullieren drei Wärter, das Licht erlischt nie in diesem Keller und Zuneigungsbekundungen wie Körperkontakt sind streng verboten. Bis eines Tages ein Alarm ertönt, die Männer verschwinden und die Frauen plötzlich auf sich gestellt sind, in einer Welt, die sie nicht mehr kennen.
Das Buch ist ein wahrer Dystopietraum und weckt gerade am Anfang teilweise sehr beklemmende Gefühle in mir. Am Beispiel dieser jungen Frau, die Zeit ihres Lebens nie einen eigenen Namen erhält, kann man sehr genau beobachten, was der Entzug von menschlichen Einflüssen auf den Körper und Geist bewirken.
Mir gefielen sowohl die Innensichten der "Kleinen" als auch die Dynamik der Frauengruppe und ihre Wanderungen durch diese so fremde Welt. Insgesamt entsteht so ein Roman, der uns sehr viel über Menschlichkeit erzählt. Als feministisches Manifest würde ich es hingegen nicht unbedingt bezeichnen.
Dabei ist "Ich, die ich Männer nicht kannte" für sich allein betrachtet wirklich kein schlechtes Buch. In vielen Aspekten hat es mich zu recht beeindruckt und gefesselt.
"Die Kleine" wächst als einziges Mädchen unter 39 fremden frauen in einem Käfig auf. Vor dem Gitter patroullieren drei Wärter, das Licht erlischt nie in diesem Keller und Zuneigungsbekundungen wie Körperkontakt sind streng verboten. Bis eines Tages ein Alarm ertönt, die Männer verschwinden und die Frauen plötzlich auf sich gestellt sind, in einer Welt, die sie nicht mehr kennen.
Das Buch ist ein wahrer Dystopietraum und weckt gerade am Anfang teilweise sehr beklemmende Gefühle in mir. Am Beispiel dieser jungen Frau, die Zeit ihres Lebens nie einen eigenen Namen erhält, kann man sehr genau beobachten, was der Entzug von menschlichen Einflüssen auf den Körper und Geist bewirken.
Mir gefielen sowohl die Innensichten der "Kleinen" als auch die Dynamik der Frauengruppe und ihre Wanderungen durch diese so fremde Welt. Insgesamt entsteht so ein Roman, der uns sehr viel über Menschlichkeit erzählt. Als feministisches Manifest würde ich es hingegen nicht unbedingt bezeichnen.