Faszinierend, beklemmend und deprimierend
Ich bin ziemlich zwiegespalten aus diesem Roman gegangen.
Die auf dem Klappentext angekündigte Ausgangssituation hat mich sofort fasziniert: 39 Frauen und ein Mädchen lebt abgeschottet unter der Erde, ohne Erinnerung an ein Leben davor, bewacht von wenigen schweigsamen Männern. Der Grund für ihre Gefangenschaft ist unbekannt.
Was mich besonders beeindruckt hat, ist die gedankliche Tiefe. Die Geschichte wirkt wie ein philosophisches Experiment über Freiheit, Identität und das, was vom Menschsein übrig bleibt, wenn alles Vertraute wegfällt. Das Mädchen, das nie einen Namen erhält und von den anderen nur "Kind" genannt wird, führt durch diese trostlose und hoffnungslose Welt. Der Schreibstil ist wunderschön, klar und unaufgeregt.
Gleichzeitig war die Lektüre für mich anstrengend. Äußerlich passiert kaum etwas. Fast alles spielt sich in den inneren Monologen des Mädchens ab. Die zahlreichen Wiederholungen, die Stille und die kreisenden Gedanken waren für mich als Leserin teilweise wirklich ermüdend.
Die Stimmung des Romans ist durchgehend melancholisch bis depressiv. Die Atmosphäre empfand ich als sehr erdrückend. Hoffnung blitzt zwar ab und zu auf, ist aber sehr unbeständig und wird immer wieder von einer tiefen Resignation überschattet.
Ob ich es als feministischen Roman bezeichnen würde, weiß ich nicht. Für mich steht weniger ein klares politisches Statement im Vordergrund als vielmehr eine existenzielle Auseinandersetzung mit Isolation und Sinnsuche.
Auch das Ende ließ mich etwas ratlos und auch frustriert zurück, denn eigentlich bleiben alle Fragen offen und die depressive Stimmung hält sich.
FAZIT: Ein ungewöhnliches, intensives Buch, das zum Nachdenken anregt, das ich aber nicht uneingeschränkt empfehlen kann.
Die auf dem Klappentext angekündigte Ausgangssituation hat mich sofort fasziniert: 39 Frauen und ein Mädchen lebt abgeschottet unter der Erde, ohne Erinnerung an ein Leben davor, bewacht von wenigen schweigsamen Männern. Der Grund für ihre Gefangenschaft ist unbekannt.
Was mich besonders beeindruckt hat, ist die gedankliche Tiefe. Die Geschichte wirkt wie ein philosophisches Experiment über Freiheit, Identität und das, was vom Menschsein übrig bleibt, wenn alles Vertraute wegfällt. Das Mädchen, das nie einen Namen erhält und von den anderen nur "Kind" genannt wird, führt durch diese trostlose und hoffnungslose Welt. Der Schreibstil ist wunderschön, klar und unaufgeregt.
Gleichzeitig war die Lektüre für mich anstrengend. Äußerlich passiert kaum etwas. Fast alles spielt sich in den inneren Monologen des Mädchens ab. Die zahlreichen Wiederholungen, die Stille und die kreisenden Gedanken waren für mich als Leserin teilweise wirklich ermüdend.
Die Stimmung des Romans ist durchgehend melancholisch bis depressiv. Die Atmosphäre empfand ich als sehr erdrückend. Hoffnung blitzt zwar ab und zu auf, ist aber sehr unbeständig und wird immer wieder von einer tiefen Resignation überschattet.
Ob ich es als feministischen Roman bezeichnen würde, weiß ich nicht. Für mich steht weniger ein klares politisches Statement im Vordergrund als vielmehr eine existenzielle Auseinandersetzung mit Isolation und Sinnsuche.
Auch das Ende ließ mich etwas ratlos und auch frustriert zurück, denn eigentlich bleiben alle Fragen offen und die depressive Stimmung hält sich.
FAZIT: Ein ungewöhnliches, intensives Buch, das zum Nachdenken anregt, das ich aber nicht uneingeschränkt empfehlen kann.