Melancholisch und traurig
Ich, die ich Männer nicht kannte von Jacqueline Harpman / Rezension
Das war ein sehr philosophisches und melancholisches Buch. Es hat mich ratlos und fast schon traurig und deprimiert zurück gelassen.
✨Zitate
„Seit ich nicht mehr nach draußen gehe, verbringe ich viel Zeit damit, in einem der Sessel zu sitzen und die Bücher noch einmal zu lesen.“
„Die wenigen Geschichten, die die Frauen mir aus ihrem früheren Leben erzählt haben, enthielten Ereignisse, Kommen und Gehen, Männer. Für mich hingegen ist eine Erinnerung nichts als das Gefühl, an einem bestimmten Ort zu existieren, zusammen mit denselben Personen, und die immergleichen Dinge zu tun, nämlich essen, seine Notdurft verrichten und schlafen.“
„Bis dahin hatte es nichts gegeben außer der ewigen Wiederholung des Immergleichen, die Zeit schien stillzustehen, nur verschwommen nahm ich wahr, dass sie verging und ich älter wurde. Meine Erinnerungen beginnen mit meiner Wut.“
„…, sie nehmen keine Rücksicht auf die Frauen, machen ihnen ein Kind, und dann sagen sie: „Woher soll ich denn wissen, dass es von mir ist?“, und hauen ab.“
„Wir waren frei. In Wahrheit hatten wir nur das Gefängnis gewechselt.“
„Wann wurde uns klar, dass wir keine Zukunft hatten?“
„Nicht der Körper gibt auf, sondern die Seele.“
✨Inhalt
39 Frauen und ein Mädchen (zumindest zunächst) leben in einem Bunker unter der Erde. Sie wissen nicht, warum sie dort sind und das Mädchen ist in Gefangenschaft aufgewachsen, kennt also gar nichts von der Welt draußen. 3 Wächter bewachen und versorgen die Frauen, bis eines Tages der Alarm losgeht…
✨Meinung
Wir lesen aus der Perspektive des jungen Mödchens, die im Verlauf der Geschichte erwachsen wird.
Das ganze Buch ist ein langes Zitat, denn es ist wirklich wunderschön geschrieben. Es ist keine Geschichte für zwischendurch, auch wenn man leicht folgen kann. Gegen Ende wurde mir richtig schwer ums Herz.
Ich hätte mir noch gewünscht, dass man ein paar Erklärungen bekommt für das „Warum“. Warum haben sich die Frauen in dieser Situation wiedergefunden?
Aber es ist wohl beabsichtigt, dass man sich selbst den Kopf zerbricht und die Geschichte mietfrei im eigenen Kopf weiterlebt.
Das Ende hat mich tief berührt und mich traurig gemacht. Leider kann ich Euch nicht so viel vom Mittelteil erzählen, weil Ihr selbst rausfinden müsst, was nach dem Alarm geschieht.
✨Fazit
Ich denke schon, dass sich die Lektüre lohnt. In jedem Fall wird mir dieses Buch zukünftig weiterhin im Kopf umhergehen, einfach weil es sehr ungewöhnlich ist. Es wird nicht jeden Geschmack treffen, aber das muss es auch nicht.
Macht Euch gern ein eigenes Bild!
4/5 ⭐️⭐️⭐️⭐️
Das war ein sehr philosophisches und melancholisches Buch. Es hat mich ratlos und fast schon traurig und deprimiert zurück gelassen.
✨Zitate
„Seit ich nicht mehr nach draußen gehe, verbringe ich viel Zeit damit, in einem der Sessel zu sitzen und die Bücher noch einmal zu lesen.“
„Die wenigen Geschichten, die die Frauen mir aus ihrem früheren Leben erzählt haben, enthielten Ereignisse, Kommen und Gehen, Männer. Für mich hingegen ist eine Erinnerung nichts als das Gefühl, an einem bestimmten Ort zu existieren, zusammen mit denselben Personen, und die immergleichen Dinge zu tun, nämlich essen, seine Notdurft verrichten und schlafen.“
„Bis dahin hatte es nichts gegeben außer der ewigen Wiederholung des Immergleichen, die Zeit schien stillzustehen, nur verschwommen nahm ich wahr, dass sie verging und ich älter wurde. Meine Erinnerungen beginnen mit meiner Wut.“
„…, sie nehmen keine Rücksicht auf die Frauen, machen ihnen ein Kind, und dann sagen sie: „Woher soll ich denn wissen, dass es von mir ist?“, und hauen ab.“
„Wir waren frei. In Wahrheit hatten wir nur das Gefängnis gewechselt.“
„Wann wurde uns klar, dass wir keine Zukunft hatten?“
„Nicht der Körper gibt auf, sondern die Seele.“
✨Inhalt
39 Frauen und ein Mädchen (zumindest zunächst) leben in einem Bunker unter der Erde. Sie wissen nicht, warum sie dort sind und das Mädchen ist in Gefangenschaft aufgewachsen, kennt also gar nichts von der Welt draußen. 3 Wächter bewachen und versorgen die Frauen, bis eines Tages der Alarm losgeht…
✨Meinung
Wir lesen aus der Perspektive des jungen Mödchens, die im Verlauf der Geschichte erwachsen wird.
Das ganze Buch ist ein langes Zitat, denn es ist wirklich wunderschön geschrieben. Es ist keine Geschichte für zwischendurch, auch wenn man leicht folgen kann. Gegen Ende wurde mir richtig schwer ums Herz.
Ich hätte mir noch gewünscht, dass man ein paar Erklärungen bekommt für das „Warum“. Warum haben sich die Frauen in dieser Situation wiedergefunden?
Aber es ist wohl beabsichtigt, dass man sich selbst den Kopf zerbricht und die Geschichte mietfrei im eigenen Kopf weiterlebt.
Das Ende hat mich tief berührt und mich traurig gemacht. Leider kann ich Euch nicht so viel vom Mittelteil erzählen, weil Ihr selbst rausfinden müsst, was nach dem Alarm geschieht.
✨Fazit
Ich denke schon, dass sich die Lektüre lohnt. In jedem Fall wird mir dieses Buch zukünftig weiterhin im Kopf umhergehen, einfach weil es sehr ungewöhnlich ist. Es wird nicht jeden Geschmack treffen, aber das muss es auch nicht.
Macht Euch gern ein eigenes Bild!
4/5 ⭐️⭐️⭐️⭐️