Genial!
"Ich, die ich Männer nicht kannte" von Jacqueline Harpman ist bereits 1995 im Original erschienen und wurde jetzt erstmals auch auf Deutsch veröffentlicht. Ich habe es als Hörbuch gehört, das von Vera Teltz genial eingelesen wird.
Ein Käfig unter der Erde, in ihm 40 Frauen. Eine von ihnen ist fast noch ein Kind. Im Gegensatz zu den anderen Frauen, die viel älter sind als sie, kann sie sich nicht an ein Leben außerhalb des Käfigs erinnern. Keine von ihnen weiß, wie sie in den Käfig gekommen sind und warum. Vor dem Käfig werden sie im Wechsel von jeweils 3 Wächtern bewacht, die sie mit Essen versorgen und überwachen, dass sich keine von ihnen das Leben nimmt. Berührungen sind streng verboten. Eines Tages ertönt ein Alarmsignal, die Wächter fliehen, einer von ihnen vergisst den Schlüssel zum Käfig in der Tür und die Frauen können fliehen.
Der Roman hat mich mit Wucht in die Handlung gezogen wie kaum ein Roman zuvor. Die namenlose Ich-Erzählerin berichtet aus ihrer Sicht zunächst das Leben mit den anderen Frauen innerhalb, danach außerhalb des Käfigs. Die einzigen Männer, die sie in ihrem Leben je gesehen hat, sind die Wächter. Bei Fragen weichen die Frauen aus, lediglich eine von ihnen ist bereit, ihr Wissen über alles mögliche mit ihr zu teilen.
Die Angst und Unsicherheit der Frauen wird so gut vermittelt, dass ich beim Hören selbst ein beklemmendes Gefühl hatte. Dieses Gefühl steigert sich im Verlauf des Romans immer mehr, obwohl eigentlich nicht wirklich viel passiert und doch so viele Gefühle transportiert werden. Natürlich passiert etwas, dennoch kommt der Roman ohne sinnlose Action aus. Und gerade das macht den Roman unglaublich stark für mich. Der Zusammenhalt zwischen den Frauen steht im Mittelpunkt, ihre Gefühle, ihre Fähigkeiten und ihre Entwicklung. Wie sie ihr Leben innerhalb und außerhalb des Käfigs auch ohne Männer meistern. Und dazwischen immer wieder die Frage, wo sie eigentlich sind.... Eine überaus gelungene Dystopie!
Vera Teltz liest den Roman sehr einfühlsam und unterstützt mit ihrer Stimme die Handlung perfekt! Es gibt offene Fragen am Ende des Romans, was für mich aber genau richtig war. Dieser Roman wird mich noch lange beschäftigen und mich wohl nie loslassen. Einfach grandios!
Ein Roman, den ich unbedingt weiterempfehle und dem ich auch gerne mehr als 5 Sterne geben würde!
Ein Käfig unter der Erde, in ihm 40 Frauen. Eine von ihnen ist fast noch ein Kind. Im Gegensatz zu den anderen Frauen, die viel älter sind als sie, kann sie sich nicht an ein Leben außerhalb des Käfigs erinnern. Keine von ihnen weiß, wie sie in den Käfig gekommen sind und warum. Vor dem Käfig werden sie im Wechsel von jeweils 3 Wächtern bewacht, die sie mit Essen versorgen und überwachen, dass sich keine von ihnen das Leben nimmt. Berührungen sind streng verboten. Eines Tages ertönt ein Alarmsignal, die Wächter fliehen, einer von ihnen vergisst den Schlüssel zum Käfig in der Tür und die Frauen können fliehen.
Der Roman hat mich mit Wucht in die Handlung gezogen wie kaum ein Roman zuvor. Die namenlose Ich-Erzählerin berichtet aus ihrer Sicht zunächst das Leben mit den anderen Frauen innerhalb, danach außerhalb des Käfigs. Die einzigen Männer, die sie in ihrem Leben je gesehen hat, sind die Wächter. Bei Fragen weichen die Frauen aus, lediglich eine von ihnen ist bereit, ihr Wissen über alles mögliche mit ihr zu teilen.
Die Angst und Unsicherheit der Frauen wird so gut vermittelt, dass ich beim Hören selbst ein beklemmendes Gefühl hatte. Dieses Gefühl steigert sich im Verlauf des Romans immer mehr, obwohl eigentlich nicht wirklich viel passiert und doch so viele Gefühle transportiert werden. Natürlich passiert etwas, dennoch kommt der Roman ohne sinnlose Action aus. Und gerade das macht den Roman unglaublich stark für mich. Der Zusammenhalt zwischen den Frauen steht im Mittelpunkt, ihre Gefühle, ihre Fähigkeiten und ihre Entwicklung. Wie sie ihr Leben innerhalb und außerhalb des Käfigs auch ohne Männer meistern. Und dazwischen immer wieder die Frage, wo sie eigentlich sind.... Eine überaus gelungene Dystopie!
Vera Teltz liest den Roman sehr einfühlsam und unterstützt mit ihrer Stimme die Handlung perfekt! Es gibt offene Fragen am Ende des Romans, was für mich aber genau richtig war. Dieser Roman wird mich noch lange beschäftigen und mich wohl nie loslassen. Einfach grandios!
Ein Roman, den ich unbedingt weiterempfehle und dem ich auch gerne mehr als 5 Sterne geben würde!