Großartige feministische Dystopie, die zum Nachdenken anregt
Dieses Buch habe ich mir ganz bewusst als Rezensionsexemplar ausgesucht, nachdem ich in der englischsprachigen Booktok Welt bereits viel Positives darüber gehört hatte. Der Roman wurde dort unter anderem mit Margaret Atwoods The Handmaid’s Tale verglichen - ein Werk, das mich sehr beeindruckt hat. Allerdings erschöpft sich die Gemeinsamkeit im Wesentlichen im Motiv des Freiheits- und Identitätsverlusts von Frauen in einer totalitären Gesellschaft. Ich habe dass Buch innerhalb weniger Tage verschlungen, weil es mich so in seinen Bann gezogen hat!
Das Buch erzählt die Geschichte einer namenlosen Erzählerin, die „das Kind“ genannt wird. Seit ihrem Kleinkindalter lebt sie mit vierzig weiteren Frauen in einem Käfig in einem unterirdischen Bunker. Alles ist künstlich reguliert: Licht simuliert Tag und Nacht, die Wächter – stets drei Männer – sprechen nicht, sondern herrschen mit Peitschen. Privatsphäre existiert nicht, selbst Berührungen sind verboten.
Erzählt wird etwa zwölf bis fünfzehn Jahre nach Beginn der Gefangenschaft. Die Frauen stammen aus unterschiedlichen Lebenswelten und erinnern sich bruchstückhaft an eine „Katastrophe“, die von Feuer, Drogen und Schmerz geprägt gewesen sein soll. Konkrete Antworten gibt es nicht. Vergangenheit und Zukunft scheinen gleichermaßen ausgelöscht.
Spannend ist vor allem die Perspektive des Kindes, das kein „Davor“ kennt. Anders als die anderen ist sie nicht von Nostalgie oder Verzweiflung geprägt. Sie beobachtet die Wächter genau, misst mithilfe ihres Herzschlags die Zeit und erkennt Muster im Ablauf des Alltags. Als sie dieses Wissen teilt, entsteht etwas Neues: ein kleines Stück Kontrolle, ein geheimes Gefühl von Selbstbestimmung.
Als plötzlich ein Alarm ertönt und die Wächter verschwinden, öffnet sich der Käfig. Doch was erwartet die Frauen draußen? Ist es wirkliche Freiheit oder nur eine andere Form von Gefangenschaft? Antworten bleiben rar, Fragen überwiegen.
Der Roman ist intensiv und sehr gut für Diskussionen! Er stellt grundlegende Fragen danach, was Identität ausmacht, und was vom Menschsein bleibt, wenn nahezu alles Äußere genommen wird. Eine große Empfehlung an alle (vor allem feministisch Interessierten) LeserInnen!
Das Buch erzählt die Geschichte einer namenlosen Erzählerin, die „das Kind“ genannt wird. Seit ihrem Kleinkindalter lebt sie mit vierzig weiteren Frauen in einem Käfig in einem unterirdischen Bunker. Alles ist künstlich reguliert: Licht simuliert Tag und Nacht, die Wächter – stets drei Männer – sprechen nicht, sondern herrschen mit Peitschen. Privatsphäre existiert nicht, selbst Berührungen sind verboten.
Erzählt wird etwa zwölf bis fünfzehn Jahre nach Beginn der Gefangenschaft. Die Frauen stammen aus unterschiedlichen Lebenswelten und erinnern sich bruchstückhaft an eine „Katastrophe“, die von Feuer, Drogen und Schmerz geprägt gewesen sein soll. Konkrete Antworten gibt es nicht. Vergangenheit und Zukunft scheinen gleichermaßen ausgelöscht.
Spannend ist vor allem die Perspektive des Kindes, das kein „Davor“ kennt. Anders als die anderen ist sie nicht von Nostalgie oder Verzweiflung geprägt. Sie beobachtet die Wächter genau, misst mithilfe ihres Herzschlags die Zeit und erkennt Muster im Ablauf des Alltags. Als sie dieses Wissen teilt, entsteht etwas Neues: ein kleines Stück Kontrolle, ein geheimes Gefühl von Selbstbestimmung.
Als plötzlich ein Alarm ertönt und die Wächter verschwinden, öffnet sich der Käfig. Doch was erwartet die Frauen draußen? Ist es wirkliche Freiheit oder nur eine andere Form von Gefangenschaft? Antworten bleiben rar, Fragen überwiegen.
Der Roman ist intensiv und sehr gut für Diskussionen! Er stellt grundlegende Fragen danach, was Identität ausmacht, und was vom Menschsein bleibt, wenn nahezu alles Äußere genommen wird. Eine große Empfehlung an alle (vor allem feministisch Interessierten) LeserInnen!