Hörbuch-Empfehlung – Eine dichte Erzählung, die lange im Gedächtnis bleibt
Die namenlose Protagonistin ist die Jüngste von eine Gruppe von vierzig Frauen, die eingesperrt in einen Keller von Wärtern bewacht werden, die nicht mit ihnen reden. Sie wissen nicht, warum sie eingesperrt sind, wieviel Zeit vergangen ist und was mit ihnen passieren wird. Widerstand ist zwecklos. Suizidversuche werden bestraft. Sie haben keine Hoffnung, lebend das Gefängnis zu verlassen.
«Eines Tages wäre ich ganz allein…» Ja, es ist ein gnadenloses Trauerspiel und spürbar trostlos und bedrückend.
Aber da ist noch die Kleine, wie sie von den Frauen genannt wird. Möglicherweise durch ein Versehen im Käfig groß geworden, weil sie das einzige Kind war, kennt die rebellische Ich-Erzählerin die Außenwelt nicht. Doch sie ist neugierig und findet Trost in ihrer Vorstellungswelt – und im Aufbäumen. Auf der Suche nach Wissen, ist sie die einzige, die einen Sinn in ihrem Dasein sieht – und im Nachdenken und Fragen stellen. So beginnt sie ihren Herzschlag zu zählen.
Mehr verrate ich nicht, denn das gehört zum Buch dazu: die Neugier, wohin ihre Reise führt, und das Bestreben, die Zeichen zu deuten – weil man über mehr Bildung verfügt. Wer hier große Erwartungen hegt, Action oder Nervenkitzel oder ausführliche Antworten sucht, wird enttäuscht werden. Es geht vielmehr darum, was die Erfahrungen und Gedanken der Ich-Erzählerin in einem selbst auslösen.
Was macht das mit Menschen, die keinen Sinn mehr in ihrem Leben sehen? Die sich nicht berühren dürfen, ihr Leben nicht beenden dürfen – einfach nur existieren? Was macht das mit einem Kind, das ohne Nähe und vieler Worte heranwächst, die Annehmlichkeiten, andere Kinder oder Männer nie kennengelernt hat? Es ist eine spannende Ausgangslage, die viele Fragen aufwirft und völlig unvorhersehbar verläuft.
Gespannt habe ich ihrer Geschichte gelauscht, grandios und eindrücklich gesprochen von Vera Teltz. Sie verleiht der Erzählerin eine unvergessliche Stimme, die die Figuren und ihre Schicksale lebendig werden lässt. Ein Werk, das Gefühle weckt und Fragen stellt – und genau deshalb so besonders ist.
Aufgrund der beklemmenden Stimmung sollte man sich fragen: Kann ich mich auf diese Geschichte über den Sinn des Lebens einlassen? Denn es ist eine ungewöhnliche Leseerfahrung, die existenzielle Fragen stellt – Fragen, die für uns so selbstverständlich sind, dass wir sie selten stellen. Für Hörer:innen, die sich auf diese ungewöhnliche Erzählerin und existenzielle Fragen einlassen möchten.
«Eines Tages wäre ich ganz allein…» Ja, es ist ein gnadenloses Trauerspiel und spürbar trostlos und bedrückend.
Aber da ist noch die Kleine, wie sie von den Frauen genannt wird. Möglicherweise durch ein Versehen im Käfig groß geworden, weil sie das einzige Kind war, kennt die rebellische Ich-Erzählerin die Außenwelt nicht. Doch sie ist neugierig und findet Trost in ihrer Vorstellungswelt – und im Aufbäumen. Auf der Suche nach Wissen, ist sie die einzige, die einen Sinn in ihrem Dasein sieht – und im Nachdenken und Fragen stellen. So beginnt sie ihren Herzschlag zu zählen.
Mehr verrate ich nicht, denn das gehört zum Buch dazu: die Neugier, wohin ihre Reise führt, und das Bestreben, die Zeichen zu deuten – weil man über mehr Bildung verfügt. Wer hier große Erwartungen hegt, Action oder Nervenkitzel oder ausführliche Antworten sucht, wird enttäuscht werden. Es geht vielmehr darum, was die Erfahrungen und Gedanken der Ich-Erzählerin in einem selbst auslösen.
Was macht das mit Menschen, die keinen Sinn mehr in ihrem Leben sehen? Die sich nicht berühren dürfen, ihr Leben nicht beenden dürfen – einfach nur existieren? Was macht das mit einem Kind, das ohne Nähe und vieler Worte heranwächst, die Annehmlichkeiten, andere Kinder oder Männer nie kennengelernt hat? Es ist eine spannende Ausgangslage, die viele Fragen aufwirft und völlig unvorhersehbar verläuft.
Gespannt habe ich ihrer Geschichte gelauscht, grandios und eindrücklich gesprochen von Vera Teltz. Sie verleiht der Erzählerin eine unvergessliche Stimme, die die Figuren und ihre Schicksale lebendig werden lässt. Ein Werk, das Gefühle weckt und Fragen stellt – und genau deshalb so besonders ist.
Aufgrund der beklemmenden Stimmung sollte man sich fragen: Kann ich mich auf diese Geschichte über den Sinn des Lebens einlassen? Denn es ist eine ungewöhnliche Leseerfahrung, die existenzielle Fragen stellt – Fragen, die für uns so selbstverständlich sind, dass wir sie selten stellen. Für Hörer:innen, die sich auf diese ungewöhnliche Erzählerin und existenzielle Fragen einlassen möchten.