Katastrophentourismus

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musteplume Avatar

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Mit diesem Buch konnte ich überhaupt nicht warm werden. Utopien finde ich immer etwas anstrengend, aber diese hier war für mich besonders unangenehm.

Frauen in einem Keller, träumen von Freiheit, flüchten, und dann?

Das ist so ziemlich der gesamte Inhalt. Diese Frauen schaffen nichts, existieren ohne größere Konflikte einfach weiter.
Ihnen dabei quasi zuzuschauen, war für mich wirklich wie Katastrophentourismus.
Ich konnte auch nicht aufhören zu lesen, da ich immer hoffte, dass es irgendwann besser, nachvollziehbarer, anders wird. Aber das Buch ist einfach wie seine Geschichte.

Es gibt keine gesellschaftlichen Einblicke, Veränderungen, es hat für mich keinen Mehrwert.
Und ich finde es auch absolut nicht stimmig. Wie kann ein hospitalisiertes Kleinkind sich nur annähernd normal entwickeln?

Eine deprimiernde Utopie.