Mensch zu sein

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heyduna Avatar

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Das Buch "Ich, die ich Männer nicht kannte" ist so anders als alle Bücher, die ich bisher gelesen habe.
Auch wenn man meint, es würde nicht viel passieren, passiert doch genau viel hier. Aber anders, ruhig, im Stillen, philosophisch und anregend, spekulativ, und auf eine gewisse Art provokant. Und wohl jeder liest und empfindet hier etwas anderes zwischen den Zeilen.
Versteckt unter dem Deckmantel einer Dystopie fragt man sich, wann hat ein Leben einen Sinn und welchen und warum existieren wir? Was bedeutet es Mensch zu sein? Meiner Meinung nach geht es hier weniger um Geschlechter als um Identität, um die Existenz und was bleibt vom Menschen ohne Kultur und Geschichte, ohne Verbindung zu anderen?
Dieses Buch hat mich emotional sehr mitgenommen und mich sehr nachdenklich gestimmt. Man muss das Buch einfach auf sich wirken lassen und darüber nachdenken, dann entfaltet es seine Genialität.
Ich gebe hier eine klare Kaufempfehlung.