Reflektiert
Die Welt, wie wir sie als Kinder wahrnehmen, formt uns nachhaltig. Das bezieht sich auf Kindergärten, Schulen, Familie und das soziale Umfeld. Was aber, wenn man entführt wird und nur unter Frauen aufwächst? Das ist Thema in „Ich, die ich Männer nicht kannte“.
39 Frauen plus die jugendliche Protagonistin sind von einer Gruppe Männer in einem Keller gefangen genommen worden. Sie haben keine Interaktion nach außen und vor allem die Jüngste kennt nur das Verlies. Doch nach einem Alarm gelingt den Frauen die Flucht ins Ungewisse…
Die Story an sich ist interessant. Mich hat vorab besonders interessiert, wie die Jüngste in der Außenwelt zurechtkommt. Ob und wenn ja wie sie mit anderen interagiert. Was sie für sich lernt. Ob sie eine Familie gründet. Allerdings wurde ich hier derbe enttäuscht. Sie bleibt mit ihren Überlegungen und Gedanken bei sich und ihrer Weltanschauung. Sie lernt nichts über Männer oder wie diese auch sein können. Nichts über Liebe und Zuneigung. Ihre eigene Rolle findet sie selbst nicht. Mit anderen Worten: sie bleibt in ihrer eingeschränkten Anschauung.
Was dazu passt (auch wenn es deutlich versteckt ist) ist Harpmans Gesellschaftskritik. Männer und Frauen werden so dargestellt, als sei ihr einziger Zweck die Fortpflanzung. Als ob es keinem konkreten Sinn gibt. Schön ist, dass die Protagonistin genau das zumindest hinterfragt und zum Nachdenken anregt. Die Frage nach Sein, Sinn und Identität werden hier angesprochen ohne offen diskutiert zu werden.
Insgesamt ist das Buch sehr ruhig und nachdenklich. Ich erkenne Potential, auch wenn die angesprochenen Themen nicht direkt behandelt werden. Auch die Protagonistin bleibt mangels Unterstützung eher blass und zurückhaltend. Ich gebe drei Sterne für die Idee und die hintergründigen Reflexionen.
39 Frauen plus die jugendliche Protagonistin sind von einer Gruppe Männer in einem Keller gefangen genommen worden. Sie haben keine Interaktion nach außen und vor allem die Jüngste kennt nur das Verlies. Doch nach einem Alarm gelingt den Frauen die Flucht ins Ungewisse…
Die Story an sich ist interessant. Mich hat vorab besonders interessiert, wie die Jüngste in der Außenwelt zurechtkommt. Ob und wenn ja wie sie mit anderen interagiert. Was sie für sich lernt. Ob sie eine Familie gründet. Allerdings wurde ich hier derbe enttäuscht. Sie bleibt mit ihren Überlegungen und Gedanken bei sich und ihrer Weltanschauung. Sie lernt nichts über Männer oder wie diese auch sein können. Nichts über Liebe und Zuneigung. Ihre eigene Rolle findet sie selbst nicht. Mit anderen Worten: sie bleibt in ihrer eingeschränkten Anschauung.
Was dazu passt (auch wenn es deutlich versteckt ist) ist Harpmans Gesellschaftskritik. Männer und Frauen werden so dargestellt, als sei ihr einziger Zweck die Fortpflanzung. Als ob es keinem konkreten Sinn gibt. Schön ist, dass die Protagonistin genau das zumindest hinterfragt und zum Nachdenken anregt. Die Frage nach Sein, Sinn und Identität werden hier angesprochen ohne offen diskutiert zu werden.
Insgesamt ist das Buch sehr ruhig und nachdenklich. Ich erkenne Potential, auch wenn die angesprochenen Themen nicht direkt behandelt werden. Auch die Protagonistin bleibt mangels Unterstützung eher blass und zurückhaltend. Ich gebe drei Sterne für die Idee und die hintergründigen Reflexionen.