Spannend
Inhaltlich geht es darum, dass 40 Frauen in einem Kellergewölbe gefangen gehalten werden und sie weder wissen, wie sie dort hingekommen sind, noch wo sie sich genau befinden oder wie die Gesellschaft in der Außenwelt aussieht. Diese düstere, hoffnungslose Atmosphäre prägt den ganzen Roman und es sei gewarnt, dass einige Szenen richtig gruselig sind. Ebenso schonungslos und radikal ist die Sprache und es wird z.B. offen über Sexualität gesprochen. Man sollte also nicht zu zart besaitet sein, wenn man sich dieser Dystopie aussetzt. Außerdem muss man damit klarkommen, dass der Roman viele Leerstellen hat und es nicht auf jede Frage eine Antwort gibt. Wie im wahren Leben auch ist es quasi unmöglich hinter das Rätsel des menschlichen Lebens zu kommen.
Dass am Schluss ein runder Abschluss fehlt, ist auch ein Grund für mich, einen Stern abzuziehen. Zwar mag ich offene Enden, aber hier bleibt doch zu vieles mysteriös und unlogisch, sodass es schwerer wird, die Aussageabsicht zu deuten. Außerdem fand ich einige Aspekte an der Entwicklung der Erzählerin unlogisch; beispielsweise, dass sie sich so mühelos Lesen und Schreiben beibringt oder plötzlich Begriffe für Dinge kennt, die sie noch nie gesehen hat und sich alles wie von selbst erschließt. Das wirkte auf mich dann doch etwas zu wenig durchdacht.
Nichtsdestotrotz hat mich „Ich, die ich Männer nicht kannte“ ziemlich begeistert und ich habe das spannende Buch fast am Stück durchgelesen. Die düstere, teils grausame Dystopie lässt einen nicht los und veranlasst zum Nachdenken über Sinnfragen der menschlichen Existenz. Auf jeden Fall eine Empfehlung wert, auch wenn es kein einfaches Buch ist.
Dass am Schluss ein runder Abschluss fehlt, ist auch ein Grund für mich, einen Stern abzuziehen. Zwar mag ich offene Enden, aber hier bleibt doch zu vieles mysteriös und unlogisch, sodass es schwerer wird, die Aussageabsicht zu deuten. Außerdem fand ich einige Aspekte an der Entwicklung der Erzählerin unlogisch; beispielsweise, dass sie sich so mühelos Lesen und Schreiben beibringt oder plötzlich Begriffe für Dinge kennt, die sie noch nie gesehen hat und sich alles wie von selbst erschließt. Das wirkte auf mich dann doch etwas zu wenig durchdacht.
Nichtsdestotrotz hat mich „Ich, die ich Männer nicht kannte“ ziemlich begeistert und ich habe das spannende Buch fast am Stück durchgelesen. Die düstere, teils grausame Dystopie lässt einen nicht los und veranlasst zum Nachdenken über Sinnfragen der menschlichen Existenz. Auf jeden Fall eine Empfehlung wert, auch wenn es kein einfaches Buch ist.