Sprachlos

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Das Buch „Ich, die ich Männer nicht kannte“von Jacqueline Harpmann ist ein mehr als eindrückliches Leseerlebnis das einen teilweise sprachlos, aber auf jeden Fall nachdenklich zurücklässt.

Ein Raum in einem dunklen Keller, der eingesperrt 39 Frauen und ein junges Mädchen, bewacht von drei Wärtern, die jegliche Kommunikation, jegliche Berührungen oder Kontaktaufnahmen verbieten und mit Strafen sanktioniert.
Gerade das junge Mädchen leidet sehr darunter, da sie nicht ,wie ihre älteren Mitgefangenen, Erfahrungen aus der Vergangenheit hat. Als die Eingesperrten frei kommen wird klar, dass sie diese Freiheit nicht sinnvoll nutzen können.

Puh, das Lesen dieses Buches macht etwas mit dem Leser. Es wird klar, dass wir die Summe unserer Erfahrungen sind und wenn wir diese Sozialisation nicht erfahren, unserer Identität beraubt sind.
Die Atmosphäre dieses Buches ist düster bis beklemmend, der Schreibstil prägnant und die Figuren gut getroffen.

Ein Buch das mir sicherlich in Erinnerung bleibt.