Verloren in einer fremden Welt
Schon das kühle, reduzierte Cover passt perfekt zur bedrückenden Stimmung dieses Romans. Die Geschichte wirkt fremd und gleichzeitig unglaublich intensiv. „Ich, die ich Männer nicht kannte“ ist ein stiller, beklemmender Roman, der weniger von Spannung als von seinen Gedanken und Gefühlen einer Person lebt. Im Mittelpunkt steht ein junges Mädchen, das plötzlich mit einer Welt konfrontiert wird, die sie nicht kennt und erst Stück für Stück durch ihre Mitgefangenen verstehen muss. Gerade dieser ungewohnte Blick auf das andere Geschlecht, die Freiheit und das Zusammenleben macht die Geschichte so besonders. Die Autorin schafft es, Einsamkeit und Orientierungslosigkeit eindringlich spürbar zu machen. Einige Passagen wirkten auf mich allerdings etwas langatmig und befremdlich. Trotzdem bleibt der Roman lange im Kopf.
Fazit: 3 von 5 Sternen ⭐⭐⭐
Fazit: 3 von 5 Sternen ⭐⭐⭐