Was macht Menschsein aus?
Wow! Der Roman hat mich komplett in seinen Bann gezogen und habe ihn innerhalb von 2 Tagen verschlungen. Jede Seite endet mit dem Gefühl von: Ich muss wissen, wie es weitergeht!
Die Ausgangssituation ist beklemmend. 40 Frauen leben seit Jahren eingesperrt in einem unterirdischen Käfig. Sie werden von Männern bewacht ohne zu wissen warum. Als ihnen plötzlich die Flucht gelingt,beginnt jedoch keine Erlösung. Sie befinden sich nun in einer menschenleeren Welt, in der es keine Antworten gibt. Diese Freiheit fühlt sich oft wie ein anderer Käfig an und hat mich stark an „Die Wand“ von Marlen Haushofer erinnert.
Besonders faszinierend fand ich die Erzählerin. Sie ist die Jüngste der Frauen und kennt als Einzige kein anderes Leben als die Gefangenschaft. Dadurch betrachtet sie die Welt mit einer Neutralität. Sie hinterfragt alles: Gesellschaft, Beziehungen, Sprache, Hoffnung, Tod. Weil ihr menschliche Sozialisation fehlt, wirken ihre Beobachtungen schonungslos ehrlich, fast wie der Blick eines Wesens, das das Menschsein von außen betrachtet. In ihr steckt unglaublich viel Hoffnung. Das hat mich am meisten berührt. Trotz dieser trostlosen Welt verliert sie nie die Neugier, ihren Wissensdurst und ihren Mut. Sie will verstehen. Antworten finden. Dem Leben einen Sinn abringen. Gerade dadurch bewahrt sie sich etwas zutiefst Menschliches.
Gefallen hat mir auch, wie das Buch mit dem Tod umgeht. In einer Welt, in der scheinbar alles seinen Sinn verloren hat, bleibt jeder Mensch bedeutsam. Die Verstorbenen werden nicht einfach vergessen, sondern behalten ihre Würde und ihren Platz in den Erinnerungen der anderen.
Dieses Buch stellt viele existenzielle Fragen, dass es noch lange nachhallt: Was macht ein Leben lebenswert? Was macht uns zu Menschen? Wie gehen wir mit unserer Freiheit um? Vieles bleibt unbeantwortet. Der Schluss ist daher etwas ernüchternd und ich hätte mir natürlich mehr Antworten gewünscht, aber genau deshalb passt er so perfekt zu dieser dystopischen Geschichte. Wie im echten Leben bleiben manche Rätsel ungelöst.
Die Ausgangssituation ist beklemmend. 40 Frauen leben seit Jahren eingesperrt in einem unterirdischen Käfig. Sie werden von Männern bewacht ohne zu wissen warum. Als ihnen plötzlich die Flucht gelingt,beginnt jedoch keine Erlösung. Sie befinden sich nun in einer menschenleeren Welt, in der es keine Antworten gibt. Diese Freiheit fühlt sich oft wie ein anderer Käfig an und hat mich stark an „Die Wand“ von Marlen Haushofer erinnert.
Besonders faszinierend fand ich die Erzählerin. Sie ist die Jüngste der Frauen und kennt als Einzige kein anderes Leben als die Gefangenschaft. Dadurch betrachtet sie die Welt mit einer Neutralität. Sie hinterfragt alles: Gesellschaft, Beziehungen, Sprache, Hoffnung, Tod. Weil ihr menschliche Sozialisation fehlt, wirken ihre Beobachtungen schonungslos ehrlich, fast wie der Blick eines Wesens, das das Menschsein von außen betrachtet. In ihr steckt unglaublich viel Hoffnung. Das hat mich am meisten berührt. Trotz dieser trostlosen Welt verliert sie nie die Neugier, ihren Wissensdurst und ihren Mut. Sie will verstehen. Antworten finden. Dem Leben einen Sinn abringen. Gerade dadurch bewahrt sie sich etwas zutiefst Menschliches.
Gefallen hat mir auch, wie das Buch mit dem Tod umgeht. In einer Welt, in der scheinbar alles seinen Sinn verloren hat, bleibt jeder Mensch bedeutsam. Die Verstorbenen werden nicht einfach vergessen, sondern behalten ihre Würde und ihren Platz in den Erinnerungen der anderen.
Dieses Buch stellt viele existenzielle Fragen, dass es noch lange nachhallt: Was macht ein Leben lebenswert? Was macht uns zu Menschen? Wie gehen wir mit unserer Freiheit um? Vieles bleibt unbeantwortet. Der Schluss ist daher etwas ernüchternd und ich hätte mir natürlich mehr Antworten gewünscht, aber genau deshalb passt er so perfekt zu dieser dystopischen Geschichte. Wie im echten Leben bleiben manche Rätsel ungelöst.