Weniger revolutionär als erwartet
„Ich, die ich Männer nicht kannte“ von Jacqueline Harpman hat mich mit gemischten Gefühlen zurückgelassen. Nach dem großen Hype hatte ich ehrlich gesagt etwas mehr erwartet – trotzdem war es für mich ein gutes, kurzes und durchaus kurzweiliges Buch.
Die Ausgangssituation ist stark und sehr faszinierend: Eine Gruppe Frauen lebt eingesperrt unter der Erde, ohne zu wissen, warum oder seit wann. Die namenlose Erzählerin kennt die Welt außerhalb dieses Gefängnisses gar nicht, weil sie als Kind dort hineingebracht wurde. Besonders am Anfang fand ich spannend zu beobachten, wie sie versucht, die Welt zu verstehen und von den älteren Frauen zu lernen.
Der Roman lebt stark von seiner Atmosphäre und den vielen philosophischen Fragen über Identität, Erinnerung und Menschsein. Gleichzeitig bleibt aber vieles sehr vage. Das Rätsel um die Welt und die Hintergründe wird nie wirklich greifbar, und mir persönlich haben ein paar mehr Hinweise oder Zusammenhänge gefehlt. Ich brauche nicht unbedingt eine vollständige Auflösung, aber ein bisschen mehr Orientierung hätte ich mir gewünscht.
Trotzdem lässt sich das Buch sehr schnell lesen und hat eine gewisse Sogwirkung. Der Stil ist ruhig und eindringlich, und auch wenn die Geschichte für mich nicht ganz die Erwartungen erfüllt hat, fand ich sie interessant und ungewöhnlich.
Insgesamt also ein gutes, kurzes Buch mit einer spannenden Idee – aber für mich nicht ganz so stark, wie der große Hype vermuten lässt.
Die Ausgangssituation ist stark und sehr faszinierend: Eine Gruppe Frauen lebt eingesperrt unter der Erde, ohne zu wissen, warum oder seit wann. Die namenlose Erzählerin kennt die Welt außerhalb dieses Gefängnisses gar nicht, weil sie als Kind dort hineingebracht wurde. Besonders am Anfang fand ich spannend zu beobachten, wie sie versucht, die Welt zu verstehen und von den älteren Frauen zu lernen.
Der Roman lebt stark von seiner Atmosphäre und den vielen philosophischen Fragen über Identität, Erinnerung und Menschsein. Gleichzeitig bleibt aber vieles sehr vage. Das Rätsel um die Welt und die Hintergründe wird nie wirklich greifbar, und mir persönlich haben ein paar mehr Hinweise oder Zusammenhänge gefehlt. Ich brauche nicht unbedingt eine vollständige Auflösung, aber ein bisschen mehr Orientierung hätte ich mir gewünscht.
Trotzdem lässt sich das Buch sehr schnell lesen und hat eine gewisse Sogwirkung. Der Stil ist ruhig und eindringlich, und auch wenn die Geschichte für mich nicht ganz die Erwartungen erfüllt hat, fand ich sie interessant und ungewöhnlich.
Insgesamt also ein gutes, kurzes Buch mit einer spannenden Idee – aber für mich nicht ganz so stark, wie der große Hype vermuten lässt.