Wenn man ganz alleine auf der Welt ist....

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emma_moon Avatar

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Da dieses Buch sehr stark auf dem englischsprachigen Buchmarkt gehyped worden ist, habe ich mich sehr auf die Übersetzung gefreut. Dass das Cover ebenfalls übernommen wurde, hat mir sehr zugesagt, da ich es super ausdrucksstark fand.
Aufgrund des Titels und des Klappentextes habe ich eine Geschichte mit vielen dystopischen und spannungsgeladenen Elemente erwarten. Auch dachte ich, dass die Handlung in eine Richtung von Geschlechterkonflikt geht, da im Titel explizit erwähnt wird, dass sie keine Männer kennengelernt hat. Allerdings hat das Buch meine Erwartungen dahingehend nicht ganz erfüllt, was ich ein bisschen schade fand.
Themen, die eher aufgegriffen wurden, behandelten die Fragen, wie es sich anfühlt, die letzten Menschen auf der Erde zu sein und worin der Sinn des Lebens besteht, wenn doch alles um einen herum sinnlos erscheint. Ebenfalls verdeutlicht das Buch stark, wer wir ohne unsere Kultur und Sozialisation sind, da die Protagonisten bspw. aufgrund ihrer Umstände keine Vorstellung davon hatte, was Hübschsein und Luxus bedeutet. Dieser Aspekt hat mir gut gefallen. Ich bewundere die Protagonistin sehr für ihren Lebenswillen, ihren Kampfgeist und ihre Neugier.
Was man sich auch vor dem Lesen bewusst sein sollte, ist, dass das Buch nicht alle Fragen beantwortet und man mit einem nachdenklichen Gefühl die Geschichte beendet.
Ich würde das Buch eher an Leser empfehlen, die eine ruhigere Geschichte mit philosophischen, gesellschaftlichen Themen anstatt eine Dystopie erwarten. Daher für mich leider nicht ganz den Geschmack getroffen.