Zwischen Kontrollverlust und Mutterliebe

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Der Einstieg in „Ich erzähle von meinen Beinen“ hat mich sofort berührt und gleichzeitig etwas verstört zurückgelassen. Schon die ersten Seiten vermitteln eine dichte, fast beklemmende Atmosphäre, in der man spürt, dass im Leben der Erzählerin etwas Entscheidendes zerbrochen ist. Besonders beeindruckt hat mich ihre ehrliche, reflektierte Stimme – sie wirkt stark und verletzlich zugleich, vor allem im Umgang mit ihrer Tochter und den eigenen Erwartungen an sich selbst als Mutter.

Ich konnte viele ihrer Gedanken gut nachvollziehen, vor allem dieses Gefühl, alles richtig machen zu wollen und dabei ständig an den eigenen Zweifeln zu scheitern. Der Schreibstil ist intensiv und poetisch, aber gleichzeitig sehr nahbar. Die Leseprobe hat bei mir viele Emotionen ausgelöst und mich neugierig gemacht, wie sich ihre Geschichte weiterentwickelt und ob sie einen Weg findet, mit all den Veränderungen umzugehen.