ADHS im Erwachsenenalter
Wally und Valli haben beide ADHS. Bei Valli, der Tochter, diagnostiziert, bei Wally, der Mutter, nicht. Und doch ist sie die regelrechte Inkarnation einer Frau mit ADHS, wie sie im Lehrbuch steht. Oder stünde, wenn denn die medizin schon so weit wäre, Kriterien für Neurodivergenz nicht nur anhand des Verhaltens von Kindern, insbesondere Jungen, festzulegen; als Frau fällt man da schnell mal durchs Raster.
Der Roman folgt Wallys Alltag. Viel mehr passiert auch tatsächlich nicht; es geht um die Probleme, die ihre Tochter in der Schule hat, das Chaos, das zuhause herrscht. Immer wieder wird dabei offensichtlich, dass Wally Schwierigkeiten hat, ihren Alltag zu meistern, weil die Ansprüche einer auf neurotypische Menschen ausgerichteten Welt für neurodivergente Menschen oft nicht erfüllbar sind.
Ich mochte den Roman gerne, habe aber ein bisschen die Handlung vermisst. "Ich erzähle von meinen Beinen" ist ein wichtiger Roman, weil er den Blick darauf lenkt, dass eben nicht nur Kinder, nicht nur Jungen von ADHS betroffen sind. Trotzdem fand ich es schade, dass man durch die fehlende Handlung das Gefühl hatte, Wally werde auf ihre Neurodivergenz reduziert. Alles, was sie tut, ist geleitet von Merkmalen und Symptomen; beinahe hatte ich das Gefühl, es werde eine Liste ein Eigenschaften abgearbeitet, und die Lücken dazwischen würden mit dem bisschen Handlung aufgefüllt, dass der Roman dann letztendlich hat. Das war etwas schade, an für sich ist der Roman aber absolut lesbar und auf jeden Fall wichtig.
Der Roman folgt Wallys Alltag. Viel mehr passiert auch tatsächlich nicht; es geht um die Probleme, die ihre Tochter in der Schule hat, das Chaos, das zuhause herrscht. Immer wieder wird dabei offensichtlich, dass Wally Schwierigkeiten hat, ihren Alltag zu meistern, weil die Ansprüche einer auf neurotypische Menschen ausgerichteten Welt für neurodivergente Menschen oft nicht erfüllbar sind.
Ich mochte den Roman gerne, habe aber ein bisschen die Handlung vermisst. "Ich erzähle von meinen Beinen" ist ein wichtiger Roman, weil er den Blick darauf lenkt, dass eben nicht nur Kinder, nicht nur Jungen von ADHS betroffen sind. Trotzdem fand ich es schade, dass man durch die fehlende Handlung das Gefühl hatte, Wally werde auf ihre Neurodivergenz reduziert. Alles, was sie tut, ist geleitet von Merkmalen und Symptomen; beinahe hatte ich das Gefühl, es werde eine Liste ein Eigenschaften abgearbeitet, und die Lücken dazwischen würden mit dem bisschen Handlung aufgefüllt, dass der Roman dann letztendlich hat. Das war etwas schade, an für sich ist der Roman aber absolut lesbar und auf jeden Fall wichtig.