Chaos im Kopf
Cornelia Travnicek verarbeitet in diesem Buch wie sich das Leben mit Neurodivergenz anfühlt. Selbst beim Lesen des Buches fühlt sich das anstrengend an.
“Ich erzähle von meinen Beinen” ist ein faszinierendes Werk. Der Inhalt der Geschichte hat vermutlich auf einen Bierdeckel Platz. Der Rest spielt sich nur im Kopf der ich-Erzählerin ab. Ein langer Monolog, oder sind es mehrere? über das Leben, ihre Beziehung, Mutterschaft, Mental Load, Social Anxiety. Über alles was ihr in dem Sinn kommt. Unnützes Wissen, Stammtisch Philosophische Betrachtungen und viel Blödsinn. Erzählt wird die Geschichte so nebenbei. Es gibt Foreshadowing, die Erzählung macht wilde Sprünge, Abschweifungen, noch mehr Ausufernde Abschweifungen und die eigentlichen Sachen passieren im Hintergrund. Nein, auf den Punkt kommt die Erzählerin nicht. Sie verliert sich ständig in Nebensächlichkeiten, prokrastiniert und verliert mehr und mehr den Halt. Den es für sie nie gab.
Das macht Spaß beim Lesen, ist aber auch anstrengend. Aber nicht so anstrengend wie die Ich-Erzählerin. Ich sags ehrlich: Ich würde es mit einem solchen Menschen nicht aushalten.
Und kann verstehen, dass die Ich-Erzählerin sich eigentlich auch nicht aushält.
Wobei viele ihrer Gedanken und Probleme natürlich relatable sind. In vielen habe ich mich selbst auch erkannt.
Das dürfte von der Autorin natürlich gewollt sein. Sprachlich fein herausgearbeitet wird das schwierige Thema auf spannende Weise behandelt. Kein normaler, gewöhnlicher Roman. Und genau deshalb auch so stark. Wobei ich manchmal der Ich-Erzählerin aufgrund ihrer Wortwahl die 40+ nicht wirklich abnehmen konnte
“Ich erzähle von meinen Beinen” ist ein faszinierendes Werk. Der Inhalt der Geschichte hat vermutlich auf einen Bierdeckel Platz. Der Rest spielt sich nur im Kopf der ich-Erzählerin ab. Ein langer Monolog, oder sind es mehrere? über das Leben, ihre Beziehung, Mutterschaft, Mental Load, Social Anxiety. Über alles was ihr in dem Sinn kommt. Unnützes Wissen, Stammtisch Philosophische Betrachtungen und viel Blödsinn. Erzählt wird die Geschichte so nebenbei. Es gibt Foreshadowing, die Erzählung macht wilde Sprünge, Abschweifungen, noch mehr Ausufernde Abschweifungen und die eigentlichen Sachen passieren im Hintergrund. Nein, auf den Punkt kommt die Erzählerin nicht. Sie verliert sich ständig in Nebensächlichkeiten, prokrastiniert und verliert mehr und mehr den Halt. Den es für sie nie gab.
Das macht Spaß beim Lesen, ist aber auch anstrengend. Aber nicht so anstrengend wie die Ich-Erzählerin. Ich sags ehrlich: Ich würde es mit einem solchen Menschen nicht aushalten.
Und kann verstehen, dass die Ich-Erzählerin sich eigentlich auch nicht aushält.
Wobei viele ihrer Gedanken und Probleme natürlich relatable sind. In vielen habe ich mich selbst auch erkannt.
Das dürfte von der Autorin natürlich gewollt sein. Sprachlich fein herausgearbeitet wird das schwierige Thema auf spannende Weise behandelt. Kein normaler, gewöhnlicher Roman. Und genau deshalb auch so stark. Wobei ich manchmal der Ich-Erzählerin aufgrund ihrer Wortwahl die 40+ nicht wirklich abnehmen konnte