Neurodivergenz bei Erwachsenen
Da es in meinem privaten Umfeld eine Person mit ADHS gibt, wollte ich dieses Buch unbedingt lesen, um eine Vorstellung davon zu bekommen, wie neurodivergente Menschen ihre Umwelt wahrnehmen und den Herausforderungen des Alltags begegnen.
Wally lebt mit ihrem Mann und der gemeinsamen Tochter Vallie in einem Haus, eine Katze und mehrere Laufenten gehören auch zur Familie. Vor dem Übertritt ans Gymnasium wird bei Vallie ADHS diagnostiziert und sie erhält Medikamente. Wally ist skeptisch wegen der Medikation und gibt ihrer Tochter heimlich stattdessen Nahrungsergänzungsmittel. Da sie sich vom Alltag zunehmend überfordert fühlt und Probleme hat einzuschlafen, nimmt Wally die Tabletten bald selbst. Als herauskommt, dass Vallie ihre vermeintlichen Medikamente auf den Schulhof weitergibt, fliegt alles auf. Wallys Überforderung nimmt immer mehr zu, bis sie eines Tages zusammenbricht.
Die Mehrfachbelastung durch Haushalt, Beruf, Kindererziehung und Partnerschaft dürften die meisten Mütter bestens kennen. Auch Wally kämpft damit, doch bei ihr kommt noch etwas anderes hinzu: Sie ist nicht in der Lage, ihre Aufgaben zu priorisieren und konsequent abzuarbeiten. Ihr Gedankenstrom fließt unaufhörlich, sie ist unkonzentriert, sieht zig Dinge gleichzeitig, die erledigt werden müssen, sie prokrastiniert oder fängt vieles an, ohne etwas zu Ende zu bringen. Sprachlich spiegelt sich dies in einer sprunghaften Erzählweise, die sich jedoch erstaunlich gut und kurzweilig lesen lässt. Vor allem der trockene Humor, der immer wieder aufblitzt, trägt hierzu wesentlich bei.
Auch die Parallelen zwischen dem Gedankenfluss, der irgendwann nicht mehr beherrschbar ist und alle Dämme bei Wally überflutet, und dem Hochwasser, das das Haus der Familie bedroht, fand ich sehr eindrücklich.
Mich hat „Ich erzähle von meinen Beinen“ sowohl thematisch als auch sprachlich ausgesprochen gut gefallen und ich werde mich nach weiteren Büchern von Cornelia Travnicek umsehen.
Wally lebt mit ihrem Mann und der gemeinsamen Tochter Vallie in einem Haus, eine Katze und mehrere Laufenten gehören auch zur Familie. Vor dem Übertritt ans Gymnasium wird bei Vallie ADHS diagnostiziert und sie erhält Medikamente. Wally ist skeptisch wegen der Medikation und gibt ihrer Tochter heimlich stattdessen Nahrungsergänzungsmittel. Da sie sich vom Alltag zunehmend überfordert fühlt und Probleme hat einzuschlafen, nimmt Wally die Tabletten bald selbst. Als herauskommt, dass Vallie ihre vermeintlichen Medikamente auf den Schulhof weitergibt, fliegt alles auf. Wallys Überforderung nimmt immer mehr zu, bis sie eines Tages zusammenbricht.
Die Mehrfachbelastung durch Haushalt, Beruf, Kindererziehung und Partnerschaft dürften die meisten Mütter bestens kennen. Auch Wally kämpft damit, doch bei ihr kommt noch etwas anderes hinzu: Sie ist nicht in der Lage, ihre Aufgaben zu priorisieren und konsequent abzuarbeiten. Ihr Gedankenstrom fließt unaufhörlich, sie ist unkonzentriert, sieht zig Dinge gleichzeitig, die erledigt werden müssen, sie prokrastiniert oder fängt vieles an, ohne etwas zu Ende zu bringen. Sprachlich spiegelt sich dies in einer sprunghaften Erzählweise, die sich jedoch erstaunlich gut und kurzweilig lesen lässt. Vor allem der trockene Humor, der immer wieder aufblitzt, trägt hierzu wesentlich bei.
Auch die Parallelen zwischen dem Gedankenfluss, der irgendwann nicht mehr beherrschbar ist und alle Dämme bei Wally überflutet, und dem Hochwasser, das das Haus der Familie bedroht, fand ich sehr eindrücklich.
Mich hat „Ich erzähle von meinen Beinen“ sowohl thematisch als auch sprachlich ausgesprochen gut gefallen und ich werde mich nach weiteren Büchern von Cornelia Travnicek umsehen.