Wenn das Gehirn anders tickt
Wally ist Mutter, sie hat ein Haus, einen Teilzeitjob, Enten im Garten und immer 1.000 Ideen. Ihr Mann Matthias ist unterstützend, ein Partner an ihrer Seite. Bei ihrer Tochter Vallie wurde ADHS diagnostiziert, das hilft im Umgang mit ihr. Außerdem sollte ihr die Diagnose im Gymnasium helfen. Mehr Verständnis, mehr Zeit für Aufgaben. Auch Medikamente ließ sie ihr verschreiben.
Wally mag ihr Leben. Aber warum ist immer alles so viel? Warum herrscht immer Chaos? Warum bekommen andere ihr Leben so viel besser gebacken? In Wally ist da so ein Verdacht. Aber sie spricht ihn nicht aus. Auch nicht, als alles zu viel wird. Und damit ist nicht das Hochwasser gemeint, sondern ihr Zusammenbruch.
Dieser Roman besticht vor allem durch seine Sprache. Ehrlich, humorvoll und pointiert erzählt die Autorin mit der Stimme Wallys aus ihrem Alltag. Von Freuden, von Überforderung, von den Gedanken, die im Kopf niemals ruhig sind, von einem Job, der nicht erfüllt, von den Herausforderungen des Mutterseins.
Egal ob neurodivergent oder nicht. Ich denke, das ist etwas, was alle Frauen kennen.
Ich mochte auch den Aufbau. Kurze Kapitel. Oft nur wenige Sätze, dann wieder längere Abschnitte. Erinnerungen, die weiter zurückreichen als die erzählte Zeit, immer rechtsbündig. Das sieht auch optisch gut aus. Und damit ist der Roman mit seinen über 400 Seiten auch recht schnell gelesen.
Ein wenig Straffung, ein wenig Kürzung hätten aber trotzdem nicht geschadet. Im letzten Drittel zieht er sich ein wenig. Die Aneinanderreihung an Hoppalas, vergessenen Dingen, chaotischen Situationen im Leben Wallys bringen die Geschichte nicht weiter voran. Als Leserin hat man an diesem Punkt bereits begriffen, was los ist und wie sie struggelt.
Dennoch, ich habe den Roman gerne gelesen. Abgesehen davon, dass er wirklich toll erzählt ist, lässt er vielleicht auch die eine oder andere Leserin besser verstehen, wie sich ein Gehirn, das etwas anders funktioniert, anfühlt.
Wally mag ihr Leben. Aber warum ist immer alles so viel? Warum herrscht immer Chaos? Warum bekommen andere ihr Leben so viel besser gebacken? In Wally ist da so ein Verdacht. Aber sie spricht ihn nicht aus. Auch nicht, als alles zu viel wird. Und damit ist nicht das Hochwasser gemeint, sondern ihr Zusammenbruch.
Dieser Roman besticht vor allem durch seine Sprache. Ehrlich, humorvoll und pointiert erzählt die Autorin mit der Stimme Wallys aus ihrem Alltag. Von Freuden, von Überforderung, von den Gedanken, die im Kopf niemals ruhig sind, von einem Job, der nicht erfüllt, von den Herausforderungen des Mutterseins.
Egal ob neurodivergent oder nicht. Ich denke, das ist etwas, was alle Frauen kennen.
Ich mochte auch den Aufbau. Kurze Kapitel. Oft nur wenige Sätze, dann wieder längere Abschnitte. Erinnerungen, die weiter zurückreichen als die erzählte Zeit, immer rechtsbündig. Das sieht auch optisch gut aus. Und damit ist der Roman mit seinen über 400 Seiten auch recht schnell gelesen.
Ein wenig Straffung, ein wenig Kürzung hätten aber trotzdem nicht geschadet. Im letzten Drittel zieht er sich ein wenig. Die Aneinanderreihung an Hoppalas, vergessenen Dingen, chaotischen Situationen im Leben Wallys bringen die Geschichte nicht weiter voran. Als Leserin hat man an diesem Punkt bereits begriffen, was los ist und wie sie struggelt.
Dennoch, ich habe den Roman gerne gelesen. Abgesehen davon, dass er wirklich toll erzählt ist, lässt er vielleicht auch die eine oder andere Leserin besser verstehen, wie sich ein Gehirn, das etwas anders funktioniert, anfühlt.