Wie fühlt es sich an, wenn dein Gehirn niemals Pause macht?
Im Zentrum steht Wally: Mutter, Ehefrau, Organisatorin eines funktionierenden Alltags. Bis ihr Körper irgendwann sagt: Stopp. Der Zusammenbruch ist kein dramatischer Knall, sondern eher das logische Ergebnis eines permanenten „Weiter, weiter, weiter“.
Was ich besonders spannend fand: Der Roman erzählt nicht nur von der ADHS-Diagnose der neunjährigen Tochter – sondern wirft ganz leise die Frage auf, wie es eigentlich um Wally selbst steht. Ihre Gedankensprünge. Das ständige Abschweifen. Dieses Beginnen und Nicht-Beenden. Das Gefühl, immer gleichzeitig alles und nichts im Griff zu haben.
Und genau hier wird das Buch formal richtig stark.
Viele Seiten sind nur mit kurzen Absätzen gefüllt, Gedanken brechen ab, springen weiter – fast wie ein literarisches Abbild eines überaktiven Kopfes. Für mich wirkte das wie eine Metapher für Neurodivergenz: für dieses Chaos im Kopf, das nach außen oft unsichtbar bleibt.
Ich musste so oft nicken. Dieses permanente Denken an alles, was noch zu erledigen ist. Dieses Aufschieben. Diese Überforderung im ganz normalen Alltag.
Ein Satz ist mir besonders hängen geblieben:
„Deine nicht erledigten Aufgaben tragen Aufgabenzinsen, Aufgabenzinseszinsen.“ (Seite 199, Absatz 2)
Wie treffend ist das bitte?
Der Roman ist klar strukturiert und gleichzeitig voller innerer Unruhe. Er bringt einen stellenweise zum Schmunzeln – und ist dabei eigentlich todernst. Besonders berührt hat mich der Gedanke:
Wie wäre ein Leben verlaufen, wenn man früher gewusst hätte, was mit einem los ist?
Für mich ist das Buch feinfühlig, literarisch raffiniert und gleichzeitig unglaublich zugänglich. Es zeigt, wie sich Neurodivergenz im Erwachsenenalter anfühlen kann – und wie viel Druck entsteht, wenn man immer „funktionieren“ will.
Ein Roman über Überforderung, Routinen, Erwartungen – und die Frage, ob man wirklich alles schaffen muss, was man sich vornimmt.
Für mich ein echtes Highlight!
Was ich besonders spannend fand: Der Roman erzählt nicht nur von der ADHS-Diagnose der neunjährigen Tochter – sondern wirft ganz leise die Frage auf, wie es eigentlich um Wally selbst steht. Ihre Gedankensprünge. Das ständige Abschweifen. Dieses Beginnen und Nicht-Beenden. Das Gefühl, immer gleichzeitig alles und nichts im Griff zu haben.
Und genau hier wird das Buch formal richtig stark.
Viele Seiten sind nur mit kurzen Absätzen gefüllt, Gedanken brechen ab, springen weiter – fast wie ein literarisches Abbild eines überaktiven Kopfes. Für mich wirkte das wie eine Metapher für Neurodivergenz: für dieses Chaos im Kopf, das nach außen oft unsichtbar bleibt.
Ich musste so oft nicken. Dieses permanente Denken an alles, was noch zu erledigen ist. Dieses Aufschieben. Diese Überforderung im ganz normalen Alltag.
Ein Satz ist mir besonders hängen geblieben:
„Deine nicht erledigten Aufgaben tragen Aufgabenzinsen, Aufgabenzinseszinsen.“ (Seite 199, Absatz 2)
Wie treffend ist das bitte?
Der Roman ist klar strukturiert und gleichzeitig voller innerer Unruhe. Er bringt einen stellenweise zum Schmunzeln – und ist dabei eigentlich todernst. Besonders berührt hat mich der Gedanke:
Wie wäre ein Leben verlaufen, wenn man früher gewusst hätte, was mit einem los ist?
Für mich ist das Buch feinfühlig, literarisch raffiniert und gleichzeitig unglaublich zugänglich. Es zeigt, wie sich Neurodivergenz im Erwachsenenalter anfühlen kann – und wie viel Druck entsteht, wenn man immer „funktionieren“ will.
Ein Roman über Überforderung, Routinen, Erwartungen – und die Frage, ob man wirklich alles schaffen muss, was man sich vornimmt.
Für mich ein echtes Highlight!