Zwischen Überforderung, Mental Load und ADHS-Chaos
Ich erzähle von meinen Beinen erzählt von Wally, die versucht, Familie, Alltag, Mental Load und ihr eigenes inneres Chaos irgendwie zusammenzuhalten – bis zunehmend alles zu kippen beginnt. Während bei ihrer Tochter ADHS diagnostiziert wird, stellt sich immer stärker die Frage, ob Wally selbst neurodivergent ist. Der Roman begleitet sie durch Überforderung, Schuldgefühle, absurde Gedankenspiralen und körperliche Erschöpfung, ohne dabei je komplett ins Schwere zu kippen.
Besonders stark ist dabei Travniceks Schreibstil: schnell, dicht und teilweise so sprunghaft, dass man sich beim Lesen fast genauso überreizt fühlt wie die Protagonistin selbst. Genau das macht das Buch aber auch so eindrücklich und „relatable“. Wally ist keine perfekte oder immer sympathische Figur, aber man empfindet unglaublich viel Mitgefühl mit ihr. Der Roman schafft es, Themen wie ADHS, Burnout, Care-Arbeit und weibliche Überforderung ernst zu nehmen, ohne sie didaktisch oder klischeehaft abzuhandeln. Stattdessen bleibt er oft überraschend komisch und nah am Alltag.
Für meinen Geschmack war das Buch stellenweise etwas zu lang und hat sich im letzten Drittel etwas gezogen. Trotzdem ein sehr lesenswerter Roman, gerade weil er ein gesellschaftlich relevantes Thema literarisch so überzeugend und menschlich erzählt.
Besonders stark ist dabei Travniceks Schreibstil: schnell, dicht und teilweise so sprunghaft, dass man sich beim Lesen fast genauso überreizt fühlt wie die Protagonistin selbst. Genau das macht das Buch aber auch so eindrücklich und „relatable“. Wally ist keine perfekte oder immer sympathische Figur, aber man empfindet unglaublich viel Mitgefühl mit ihr. Der Roman schafft es, Themen wie ADHS, Burnout, Care-Arbeit und weibliche Überforderung ernst zu nehmen, ohne sie didaktisch oder klischeehaft abzuhandeln. Stattdessen bleibt er oft überraschend komisch und nah am Alltag.
Für meinen Geschmack war das Buch stellenweise etwas zu lang und hat sich im letzten Drittel etwas gezogen. Trotzdem ein sehr lesenswerter Roman, gerade weil er ein gesellschaftlich relevantes Thema literarisch so überzeugend und menschlich erzählt.