Herantasten an ein schmerzliches Familienthema

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phoebe1312 Avatar

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Judith Hermann ist eine große Erzählerin, das beweist sie einmal mehr in ihrem neuen Werk, in dem sie sich mit ihrem familiären Hintergrund, konkret mit der SS-Vergangenheit ihres Großvaters auseinandersetzt. Die Autorin nähert diesem schmerzlichen Thema vorsichtig und zugleich unerbittlich, über Bilder, Dokumente und vage Erinnerungen ihrer Mutter. Dabei bleibt ihre Sprache ruhig, klar und unaufgeregt, so dass einem der Text noch lange im Kopf bleibt.
Das Cover hat einen starken Wiedererkennungswert, wenn man die anderen Bücher von Judith Hermann bereits kennt, funktioniert aber auch für neue Leser.