Sofort gefangen!
Ich hatte Judith Hermanns Roman zugegebenermaßen schon auf Instagram entdeckt. Schon dort wird er als einer der Romane der Jahres 2026 gepriesen, obwohl er noch nicht einmal erschienen ist. Das machte mich neugierig, zumal die Autorin ja auch keine Unbekannte ist.
Daher habe ich die Leseprobe gespannt geöffnet und geradezu inhaliert. Dieser Ton ist einfach umwerfend - vielleicht sogar im wahrsten Sinne des Wortes. Auf der einen Seite haben wir da diesen Inhalt. Die Ich-Erzählerin setzt sich mit der Vergangenheit der Familie, allen voran des Großvaters auseinander, der als SS-Mitglied in Polen stationiert war. Dabei wirkt die Erzählung fast schon nüchtern, berichtend, geht aber trotzdem ganz nah, weil Hermann imstande ist, die leisen Töne einzufangen und mit wenigen Worten viel zu sagen. Dabei geht es über eine Familiengeschichte sicher weit hinaus und lässt uns Leser mit Fragen nach unserer eigenen Familie zurück. Auch die Gesellschaft ist relevant: Wie gehen wir mit Verantwortung um, mit Schuld? Ist diese individuell oder kollektiv? Inwiefern sind wir als Folgegenerationen noch betroffen? Und auf der anderen Seite liegt ein Sound vor, der so atmosphärisch ist und die Situation genau einfängt. „Ich aß mein letztes Hasenbrot“ - und ich wusste sofort, was die Ich-Erzählerin damit meint, bezeichnen wir in unserer Familie „altes“ Brot auch als Hasenbrot.
Diesen Roman muss ich unbedingt lesen.
Daher habe ich die Leseprobe gespannt geöffnet und geradezu inhaliert. Dieser Ton ist einfach umwerfend - vielleicht sogar im wahrsten Sinne des Wortes. Auf der einen Seite haben wir da diesen Inhalt. Die Ich-Erzählerin setzt sich mit der Vergangenheit der Familie, allen voran des Großvaters auseinander, der als SS-Mitglied in Polen stationiert war. Dabei wirkt die Erzählung fast schon nüchtern, berichtend, geht aber trotzdem ganz nah, weil Hermann imstande ist, die leisen Töne einzufangen und mit wenigen Worten viel zu sagen. Dabei geht es über eine Familiengeschichte sicher weit hinaus und lässt uns Leser mit Fragen nach unserer eigenen Familie zurück. Auch die Gesellschaft ist relevant: Wie gehen wir mit Verantwortung um, mit Schuld? Ist diese individuell oder kollektiv? Inwiefern sind wir als Folgegenerationen noch betroffen? Und auf der anderen Seite liegt ein Sound vor, der so atmosphärisch ist und die Situation genau einfängt. „Ich aß mein letztes Hasenbrot“ - und ich wusste sofort, was die Ich-Erzählerin damit meint, bezeichnen wir in unserer Familie „altes“ Brot auch als Hasenbrot.
Diesen Roman muss ich unbedingt lesen.