Spurensuche in der Stille
Judith Hermann ist bekannt für ihre präzise, fast schwebende Sprache. In ihrem neuen Werk stellt sie sich einer Aufgabe, die ebenso persönlich wie gesellschaftlich relevant ist: Sie bricht das Schweigen ihrer eigenen Familie. Die Auseinandersetzung mit der SS-Vergangenheit ihres Großvaters führt sie an die Abgründe der Geschichte und zeigt, wie tief das Verdrängte in die Biografien der Nachkommen hineinreicht.
Der Schreibstil ist bemerkenswert ruhig und sachlich, doch genau darin liegt die Intensität. Hermann beschreibt das Unfassbare – die mutmaßliche Beteiligung des Großvaters an Massakern – ohne Pathos, wodurch die emotionale Wucht zwischen den Zeilen umso stärker wirkt.
Trotz der beklemmenden Thematik findet die Autorin Schönheit in der Aufarbeitung. Die Reise führt sie weiter nach Neapel zu ihrer Schwester, was einen wichtigen Kontrapunkt zur düsteren Vergangenheit in Polen setzt und das Thema „Familie“ in all seinen Facetten beleuchtet.
Der Schreibstil ist bemerkenswert ruhig und sachlich, doch genau darin liegt die Intensität. Hermann beschreibt das Unfassbare – die mutmaßliche Beteiligung des Großvaters an Massakern – ohne Pathos, wodurch die emotionale Wucht zwischen den Zeilen umso stärker wirkt.
Trotz der beklemmenden Thematik findet die Autorin Schönheit in der Aufarbeitung. Die Reise führt sie weiter nach Neapel zu ihrer Schwester, was einen wichtigen Kontrapunkt zur düsteren Vergangenheit in Polen setzt und das Thema „Familie“ in all seinen Facetten beleuchtet.