Verdrängtes
Eine Familie, die immer verdrängt hat. Der Großvater war in der SS, hatte es nie verheimlicht. Judith Hermann geht einem Foto nach, das den Großvater 1941 auf einem Motorrad zeigt. Auf die Rückseite hat jemand 'Radom' geschrieben, ein Ort in Polen, den die Autorin aufsucht, um zu verstehen. Sie taucht ein in den Ort, versucht, sich in die Zeit hineinzuversetzen, Leerstellen zu füllen. Die Mutter hat vieles angeblich vergessen, der Großvater ist vor der Geburt der Autorin gestorben. Es lässt sie nicht los - das was passiert ist, was den Menschen angetan wurde, ist mit der eigenen Familie verknüpft.
Die Ich-Erzählerin beschreibt präzise, was sie tut und denkt. Sie bezieht die Leser/innen in das Unsichere, Suchende mit ein. Das ist nicht schnell und leicht zu lesen, aber die LP verspricht, dass es sich lohnt.
Die Ich-Erzählerin beschreibt präzise, was sie tut und denkt. Sie bezieht die Leser/innen in das Unsichere, Suchende mit ein. Das ist nicht schnell und leicht zu lesen, aber die LP verspricht, dass es sich lohnt.