Zeitreise zum richtigen Zeitpunkt!

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Wer Judith Hermann bereits gelesen hat, dürfte sich auch ohne zusätzliches Plädoyer für dieses Buch interessieren: Die Autorin steht für sich. Für eine Poesie, die keine Schachtelsätze braucht, weil ihr Licht auch ohne literarische Spezialeffekte durch den Nebel des Bauchgefühls hindurchscheint und ihre Sujets geradzu haptisch erlebbar werden lässt.
Dass Hermann sich nun ihrer eigenen Familiengeschichte zuwendet, darin gräbt und diese nachzeichnet, verspricht zudem Authentizität, die ihr ohnehin schon zugesprochen ist.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Umbrüche im politischen Spektrum ist diesem Buch eine breite Leserschaft zu wünschen. Vielleicht findet Hermann auf den Spuren, die der Nationalsozialismus in ihrer Familie hinterlassen hat, genau die richtigen Worte, die rechte Gesinnung eindrücklich entlarvt.