Autofiktionale Spurensuche
Der leere Raum auf dem Cover illustriert sehr gut den Inhalt dieses autofiktionalen Romans: die Leerstelle, die der vor ihrer Geburt verstorbene Großvater im Leben der Erzählerin einnimmt. In dem Wunsch, ihn besser kennenzulernen und mehr über seine SS-Vergangenheit zu erfahren, spürt sie ihm nach, indem sie ihm nachreist: zuerst in den polnischen Ort Radom, in dem er als SS-Obersturmführer stationiert war, und in dem die Nazis die jüdische Bevölkerung in kürzester Zeit ausgelöscht haben.
Auf ihre ganz eigene, unnachahmliche Art und Weise erzählt Judith Hermann von dieser Reise, verwebt die Gegenwart mit der Vergangenheit. Das Buch ist keine klassische Biografie, eher eine autofiktionale Spurensuche, eine Auseinandersetzung mit der Familiengeschichte, die viele Deutsche mit ihr teilen dürften, und eine Reflexion über das Erbe der Schuld. Ein Stück deutscher Geschichte, das zum Nachdenken anregt.
Auf ihre ganz eigene, unnachahmliche Art und Weise erzählt Judith Hermann von dieser Reise, verwebt die Gegenwart mit der Vergangenheit. Das Buch ist keine klassische Biografie, eher eine autofiktionale Spurensuche, eine Auseinandersetzung mit der Familiengeschichte, die viele Deutsche mit ihr teilen dürften, und eine Reflexion über das Erbe der Schuld. Ein Stück deutscher Geschichte, das zum Nachdenken anregt.