Erinnerungsarbeit und Innenschau
Das Cover von Judith Hermanns Buch „Ich möchte zurückgehen in der Zeit“ gefällt mir sehr. Die offene Türe auf dem Bild hat eine sehr hohe Symbolkraft und auch die Kombination mit Titel und Autorinnennamen ist meiner Meinung nach sehr gut gelungen. Das gebundene Buch wirkt hochwertig und sehr stimmig.
Erzählt wird davon, dass die Autorin den Spuren ihres Großvaters folgt, der zur Zeit der Nationalsozialisten in der Waffen-SS eingesetzt war. Er hat sich während des zweiten Weltkrieges im polnischen Radom aufgehalten, wovon ein Foto zeugt und so macht sich die Autorin auf, um diesen Ort kennen zu lernen und mehr über diesen Mann, der ihr Vorfahre war, zu erfahren. Später reist sie weiter zu ihrer Schwester und deren Familie nach Neapel und spürt dort dem „Erinnern und Vergessen der folgenden Generationen nach“ (Zitat Klappentext).
Ich kannte bisher keine Texte der mehrfach preisgekrönten Autorin, war aber wirklich gespannt auf ihr Buch, zumal mich das Thema sehr interessiert. Judith Hermann hat mich mit einer Sprache überrascht, die einerseits sehr klar und schnörkellos daher kommt, andererseits aber viele Leerstellen offen lässt. Ich habe diese Erzählweise als stimmig zum Inhalt empfunden, muss aber auch gestehen, dass ich mich teilweise etwas schwer getan habe damit, weil ich mich etwas zurückgelassen fühlte. Ich hätte manchmal gerne näher an sie herangedurft und wurde doch irgendwie auf Distanz gehalten, bevor sie mich im nächsten Moment sehr intensiv in ihre Erzählung hinein gezogen hat. Für mich ein etwas ambivalentes und doch beeindruckendes und faszinierendes Erlebnis.
Judith Hermann wirft sehr bedeutsame und interessante Fragen auf, die mich während und nach der Lektüre beschäftigt haben und gerade in heutigen Zeiten finde ich es sehr wichtig, dass das Erinnern, das Hinschauen nicht in Vergessenheit gerät und das wir uns mit unserem Erbe auseinandersetzen. „Ich möchte zurückgehen in der Zeit“ ist keine leichte Lektüre und sie fordert uns LeserInnen, macht aber aufmerksam auf wichtige Umstände und hallt nach – viel Freude beim Lesen!
Erzählt wird davon, dass die Autorin den Spuren ihres Großvaters folgt, der zur Zeit der Nationalsozialisten in der Waffen-SS eingesetzt war. Er hat sich während des zweiten Weltkrieges im polnischen Radom aufgehalten, wovon ein Foto zeugt und so macht sich die Autorin auf, um diesen Ort kennen zu lernen und mehr über diesen Mann, der ihr Vorfahre war, zu erfahren. Später reist sie weiter zu ihrer Schwester und deren Familie nach Neapel und spürt dort dem „Erinnern und Vergessen der folgenden Generationen nach“ (Zitat Klappentext).
Ich kannte bisher keine Texte der mehrfach preisgekrönten Autorin, war aber wirklich gespannt auf ihr Buch, zumal mich das Thema sehr interessiert. Judith Hermann hat mich mit einer Sprache überrascht, die einerseits sehr klar und schnörkellos daher kommt, andererseits aber viele Leerstellen offen lässt. Ich habe diese Erzählweise als stimmig zum Inhalt empfunden, muss aber auch gestehen, dass ich mich teilweise etwas schwer getan habe damit, weil ich mich etwas zurückgelassen fühlte. Ich hätte manchmal gerne näher an sie herangedurft und wurde doch irgendwie auf Distanz gehalten, bevor sie mich im nächsten Moment sehr intensiv in ihre Erzählung hinein gezogen hat. Für mich ein etwas ambivalentes und doch beeindruckendes und faszinierendes Erlebnis.
Judith Hermann wirft sehr bedeutsame und interessante Fragen auf, die mich während und nach der Lektüre beschäftigt haben und gerade in heutigen Zeiten finde ich es sehr wichtig, dass das Erinnern, das Hinschauen nicht in Vergessenheit gerät und das wir uns mit unserem Erbe auseinandersetzen. „Ich möchte zurückgehen in der Zeit“ ist keine leichte Lektüre und sie fordert uns LeserInnen, macht aber aufmerksam auf wichtige Umstände und hallt nach – viel Freude beim Lesen!