Nachdenklich

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In ihrem neuen Buch macht sich die Autorin auf den Weg nach Radom in Polen, um etwas über ihren Großvater, der bei der SS war und den sie nie kennen gelernt hat, herauszufinden. Ihre Mutter hat ihr kaum etwas über ihn erzählt und sie empfindet dies als eine große Leerstelle in der Familiengeschichte, die sie gerne schließen möchte.

Im Laufe der Recherchen muss sie aber feststellen, dass sie diese Lücke nicht schließen können wird - zu viel wurde vergessen, zu wenige Informationen haben überdauert und zu viel bleibt offen. Dies nimmt sie zum Anlass, um darüber nachzudenken, wie Erinnerungen in Familien funktionieren und was und wie erinnert wird. Sie reist weiter zu ihrer Schwester nach Neapel und sinniert darüber, wie sich selbst Geschwister manches erzählen und manches verschweigen.

Insgesamt ein sehr nachdenkliches Buch, in dem man der Autorin auf ihrer Sinnsuche folgen kann und selbst ins Nachdenken gerät, wie Erinnern in der eigenen Familie funktioniert (oder nicht). Nachdenklich und besonnen!