Schwermütige Spurensuche
Im Mittelpunkt ihres neuen Buches steht die Suche nach Spuren ihres Großvaters, der in der Waffen-SS und alles andere als präsent in ihrer Familie war.
Judith Hermann reist in die kleine polnische Stadt Radom, wo ihr Großvater stationiert und höchstwahrscheinlich an der brutalen Auflösung des damaligen jüdischen Ghettos beteiligt war. Sie berichtet über real Vorhandenes und fügt eigene Assoziationen hinzu.
Verwoben ist das Ganze mit vergeblichen Versuchen, ihrer Mutter Erinnerungen abzuringen oder später - ihre Reise führt sie nach Neapel-
ihrer Schwester, die sie dort besucht. In Neapel trifft italienische Lebensfreude auf die Schwermut der Ich-Erzählerin.
Die philosophischen und analytischen Passagen haben leider immer wieder meinen Lesefluss unterbrochen. Im Großen und Ganzen empfinde ich das Buch als eine Collage von einzelnen Bildern und Situationen. Das Schweigen innerhalb der Familie wird gut nachvollziehbar. Dennoch wirkt die Schwermut in diesem Buch bedrückend auf mich. Insgesamt könnte ich mir den Inhalt eher in Form eines Essays vorstellen. Mich hat das Konzept der "Leerstellen" leider nicht erreicht.
Judith Hermann reist in die kleine polnische Stadt Radom, wo ihr Großvater stationiert und höchstwahrscheinlich an der brutalen Auflösung des damaligen jüdischen Ghettos beteiligt war. Sie berichtet über real Vorhandenes und fügt eigene Assoziationen hinzu.
Verwoben ist das Ganze mit vergeblichen Versuchen, ihrer Mutter Erinnerungen abzuringen oder später - ihre Reise führt sie nach Neapel-
ihrer Schwester, die sie dort besucht. In Neapel trifft italienische Lebensfreude auf die Schwermut der Ich-Erzählerin.
Die philosophischen und analytischen Passagen haben leider immer wieder meinen Lesefluss unterbrochen. Im Großen und Ganzen empfinde ich das Buch als eine Collage von einzelnen Bildern und Situationen. Das Schweigen innerhalb der Familie wird gut nachvollziehbar. Dennoch wirkt die Schwermut in diesem Buch bedrückend auf mich. Insgesamt könnte ich mir den Inhalt eher in Form eines Essays vorstellen. Mich hat das Konzept der "Leerstellen" leider nicht erreicht.