Spannendes Thema

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herzchen.65 Avatar

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In "Ich möchte zurückkehren in der Zeit" folgt Judith Hermann den Spuren ihres Großvaters. Sie reist ins polnische Radom, wo dieser im Zweiten Weltkrieg als Mitglied der Waffen-SS stationiert war. Im zweiten Abschnitt reist sie weiter nach Neapel zu ihrer Schwester, die dort als Archäologin arbeitet. Im dritten Abschnitt erzählt sie vom Verschwinden von Cees Eltern in den frühen 2000er Jahren.
So richtig warm wurde ich mit diesem Buch leider nicht. Man kann es auch schlecht mit ihren anderen Romanen vergleichen, aber der unterschiedliche Umgang mit dem Schweigen und Verschwinden in diesem Buch fand ich sehr spannend. Judith Hermann versucht ihrem Großvater und der Verschwiegenheit näher zu kommen. Doch weder der Ort, noch die Mutter halfen ihr. Der Großvater bleibt für sie ein Unbekannter. Ihre Schwester beschäftigt sich mit der Vergangenheit und ist neugierig, möchte dennoch alles Unschöne ausblenden und von ihrer Familie fern halten. Judith Hermann zeigt sehr beeindruckend, wie unterschiedlich Menschen mit den Lücken in der Familiengeschichte umgehen. Also dafür habe Ich es gern gelesen, aber sonst hat dieses Buch sehr wenig mit mir gemacht.