Was haben unsere Vorfahren mit unserer Gegenwart zu tun?
Kein Roman, eher ein persönlicher Essay ist Judith Hermanns neuestes Buch "Ich möchte zurückgehen in der Zeit".
Der Text beginnt mit dem Großvater der Autorin, der bei der SS war und im Zweiten Weltkrieg in Polen, genauer gesagt in der Stadt Radom stationiert war. Dies ist eine der wenigen Informationen, die Hermann über ihren Großvater hat. Sie lernte den Mann nie persönlich kennen, und hat doch das starke Gefühl in sich, dass seine Geschichte etwas mit ihrer Gegenwart zu tun hat.
Also fährt sie nach Radom und deckt dort zwar unbequeme Wahrheiten auf, ihrem Großvater kommt sie aber nicht näher. Und so dreht sich der Text vor allem darum, wie man mit all den offenen Fragen umgeht, die wohl nie beantwortet werden können.
Einen interessanten Gegensatz bildet dabei auch die Reise nach Italien zu ihrer Schwester, von der im zweiten Teil des Buches erzählt wird. Denn die Schwester interessiert sich überhaupt nicht für die Geschichte des Großvaters, scheint sie nicht, wie Judith Hermann, als Teil der eigenen Geschichte zu verstehen.
Mich konnte das Buch sehr überzeugen, da ich, wie die Autorin, mich oft frage, was die Leben meiner unbekannten Vorfahren mit meiner Gegenwart zu tun haben, wie sehr deren Entscheidungen und vielleicht auch Eigenarten noch heute Nachwirkungen haben. Hinzu kommt die besondere, poetische Sprache von Judith Hermann, die mich immer ein bisschen in eine Art Lese-Trance versetzen konnte.
Insgesamt ein sehr besonderes Buch, das ich wirklich gern gelesen habe.
Der Text beginnt mit dem Großvater der Autorin, der bei der SS war und im Zweiten Weltkrieg in Polen, genauer gesagt in der Stadt Radom stationiert war. Dies ist eine der wenigen Informationen, die Hermann über ihren Großvater hat. Sie lernte den Mann nie persönlich kennen, und hat doch das starke Gefühl in sich, dass seine Geschichte etwas mit ihrer Gegenwart zu tun hat.
Also fährt sie nach Radom und deckt dort zwar unbequeme Wahrheiten auf, ihrem Großvater kommt sie aber nicht näher. Und so dreht sich der Text vor allem darum, wie man mit all den offenen Fragen umgeht, die wohl nie beantwortet werden können.
Einen interessanten Gegensatz bildet dabei auch die Reise nach Italien zu ihrer Schwester, von der im zweiten Teil des Buches erzählt wird. Denn die Schwester interessiert sich überhaupt nicht für die Geschichte des Großvaters, scheint sie nicht, wie Judith Hermann, als Teil der eigenen Geschichte zu verstehen.
Mich konnte das Buch sehr überzeugen, da ich, wie die Autorin, mich oft frage, was die Leben meiner unbekannten Vorfahren mit meiner Gegenwart zu tun haben, wie sehr deren Entscheidungen und vielleicht auch Eigenarten noch heute Nachwirkungen haben. Hinzu kommt die besondere, poetische Sprache von Judith Hermann, die mich immer ein bisschen in eine Art Lese-Trance versetzen konnte.
Insgesamt ein sehr besonderes Buch, das ich wirklich gern gelesen habe.