Zwischen den Zeilen der Zeit: Eine Suche nach dem Unausgesprochenen
Das Cover des Buchs „Ich möchte zurückgehen in der Zeit“ von Judith Hermann hat direkt angesprochen: Das Bild der geöffneten Tür wirkt wie eine Einladung, in die Geschichte einzutreten und gemeinsam mit der Autorin die Schwellen der Vergangenheit zu überschreiten. Es passt symbolisch hervorragend zu dem Versuch, einen Zugang zu den eigenen Wurzeln zu finden.
Inhaltlich gelingt es Hermann gut, eine ganz bestimmte Atmosphäre zu erzeugen. Die Umsetzung der Thematik – das Nachspüren von familiären Echos – ist ihr handwerklich zweifellos gelungen. Dennoch muss ich gestehen, dass meine Erwartungshaltung eine andere war. Ich hatte gehofft, dass der Schwerpunkt deutlicher auf der Geschichte des Großvaters sowie der Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs liegen würde. Statt einer greifbaren historischen Aufarbeitung bietet das Buch jedoch wenig äußere Handlung. Stattdessen dominieren tiefe Gedankengänge, feine Beobachtungen und ausgedehnte innere Monologe.
Genau hier lag für mich die größte Hürde: der Schreibstil. Obwohl man merkt, dass Judith Hermann ihr Handwerk perfekt beherrscht und eine sehr präzise Sprache pflegt, habe ich mich mit den vielen „Leerstellen“ und der bewussten Reduktion schwergetan. Ich fand nur mühsam in die Erzählung hinein. Der Inhalt wirkte auf mich phasenweise etwas diffus, wodurch der rote Faden für mein Empfinden fast zu dünn wurde.
Positiv hervorzuheben sind die Figuren, die durchweg authentisch gezeichnet sind und in ihren Regungen absolut glaubwürdig wirken. Wer Freude an melancholischer Reflexion und einem eher statischen, psychologischen Erzählstil hat, dem würde ich das Buch definitiv weiterempfehlen. Mich persönlich hat es emotional jedoch nicht so recht fesseln können.
Inhaltlich gelingt es Hermann gut, eine ganz bestimmte Atmosphäre zu erzeugen. Die Umsetzung der Thematik – das Nachspüren von familiären Echos – ist ihr handwerklich zweifellos gelungen. Dennoch muss ich gestehen, dass meine Erwartungshaltung eine andere war. Ich hatte gehofft, dass der Schwerpunkt deutlicher auf der Geschichte des Großvaters sowie der Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs liegen würde. Statt einer greifbaren historischen Aufarbeitung bietet das Buch jedoch wenig äußere Handlung. Stattdessen dominieren tiefe Gedankengänge, feine Beobachtungen und ausgedehnte innere Monologe.
Genau hier lag für mich die größte Hürde: der Schreibstil. Obwohl man merkt, dass Judith Hermann ihr Handwerk perfekt beherrscht und eine sehr präzise Sprache pflegt, habe ich mich mit den vielen „Leerstellen“ und der bewussten Reduktion schwergetan. Ich fand nur mühsam in die Erzählung hinein. Der Inhalt wirkte auf mich phasenweise etwas diffus, wodurch der rote Faden für mein Empfinden fast zu dünn wurde.
Positiv hervorzuheben sind die Figuren, die durchweg authentisch gezeichnet sind und in ihren Regungen absolut glaubwürdig wirken. Wer Freude an melancholischer Reflexion und einem eher statischen, psychologischen Erzählstil hat, dem würde ich das Buch definitiv weiterempfehlen. Mich persönlich hat es emotional jedoch nicht so recht fesseln können.