Anders als erwartet

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*lucy* Avatar

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Ein packender Genremix aus romantischer Lovestory und spannendem Thriller – das hatte ich mir zumindest erwartet. Doch ähnlich wie Protagonistin Roxie habe ich etwas anderes bekommen als erwartet.
In Kate Eberles Roman „If Books Could Kill“ wird Protagonistin Roxie Mitchell zur Hauptfigur ihre liebsten Romance-Autorin. Bedauerlicherweise hat die jedoch das Genre gewechselt und schreibt an einem Thriller. Nachdem sie bei ihrem heißen Date einem Mordanschlag nur knapp entgeht, lernt Roxie auf der Flucht den zurückhaltenden Literaturdozenten Grant kennen. Als sie erfährt, dass der Anschlag Teil einer Mordserie war, schließt Roxie Grant kurzerhand in ihren Plan die Drahtzieher zu schnappen ein und kommt ihm unerwartet näher.
Das Cover hat einen auffälligen lila-pinken Farbverlauf und zeigt sie beiden Protagonisten: Grant steckt in einem blutverschmierten Buch und versucht Roxie festzuhalten, die davon zu fliegen droht.
Der Schreibstil ist insgesamt eher einfach und lässt sich sehr flüssig lesen. Trotzdem ist es für mich kein Pageturner. Obwohl es mehrere Tote, Explosionen und wilde Verfolgungsjagden gibt, fehlt mir die echte Spannung. Die Handlung, insbesondere der Übergang von der fiktionalen Realität zum fiktionalen Thriller, wirkte an einigen Stellen einfach nicht richtig schlüssig. Zwei so gegensätzliche Protagonisten aufeinandertreffen zu lassen, sorgt jedoch für eine gewisse Dynamik. Allerdings tun sich die Figuren nicht unbedingt durch besonders vielschichtige Charakterzüge hervor. Während Grant, sofern er nicht gerade in Panik ist, eher ruhig und besonnen reagiert, wirkt Roxie mit ihrer forschen Art nicht immer sympathisch. Gerade ihre gewaltverherrlichende Freude an den Ereignissen „ihres“ Thrillers und ihre manchmal rücksichtslose Haltung stößt mich ein wenig ab. Vielleicht wäre sie mir sympathischer gewesen, hätte sie nicht von Anfang an gewusst, dass alles nur Fiktion ist.
Das Buch liest sich insgesamt sehr angenehm und recht unterhaltsam. Obwohl mir die Grundidee gefällt, musste ich allerdings feststellen, dass ich wohl eher nicht in die Zielgruppe falle.