Zwischen Mordbuchclub, einem nerdigen Bookboyfriend und absolutem Wahnsinn

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern
wildnwitchybooks Avatar

Von

Ich habe If Books Could Kill von Kate Eberle als Hörbuch gehört, das ich über NetGalley vorab erhalten habe, und gemeinsam mit einer Freundin als Buddy-Listening erlebt. Und ganz ehrlich: Dieses Buch ist ein einziger Fiebertraum. Ein guter Fiebertraum, aber definitiv ein Fiebertraum.

Roxy liebt Liebesromane und wünscht sich, die Heldin im nächsten Buch ihrer Lieblingsautorin zu sein. Blöd nur, dass diese Autorin beschließt, statt einer Romance einen Thriller zu schreiben. Was zunächst nach dem perfekten RomCom-Setup aussieht, eskaliert innerhalb kürzester Zeit komplett, als der vermeintliche Love Interest Jack versucht, Roxy umzubringen. Roxy flüchtet daraufhin mit einem geklauten Uber, schleppt den völlig ahnungslosen Grant mit hinein und landet gemeinsam mit einem abgehalfterten Detektiv und dessen ebenso chaotischer Assistentin mitten in einer Jagd auf einen Mörderbuchclub.

Die Grundidee allein ist schon herrlich absurd. Über die Seite eines angeblichen Buchclubs werden vermeintliche Buchzitate veröffentlicht. Nur stammen diese Zitate aus keinem Buch. ISBN-Nummern, Seitenzahlen und andere Angaben entpuppen sich stattdessen als Hinweise darauf, wann und wo der nächste Mord stattfinden soll. Während Killer hinter ihnen her sind, versuchen Roxy und Grant die Autorin zu finden, in deren Geschichte sie gelandet sind, damit sie endlich aufhört zu schreiben und sie aus diesem Wahnsinn wieder herauskommen.

Was dieses Buch für mich so besonders gemacht hat, war der Humor. Die Kapitel schwanken ständig zwischen „Was für einen LSD-Fiebertraum lese ich hier gerade?“ und „Das ist genial“. Immer wenn ich dachte, die Geschichte könnte nicht noch absurder werden, hat die Autorin noch einen draufgesetzt. Gleichzeitig war das Ganze aber auch überraschend spannend und hat dafür gesorgt, dass ich unbedingt wissen wollte, wie dieser komplette Irrsinn am Ende aufgelöst wird.

Wer einen klassischen Thriller sucht, wird hier vermutlich nicht glücklich. Wer eine klassische Romance erwartet, ebenfalls nur bedingt. Wer allerdings Lust auf eine völlig verrückte Mischung aus RomCom, Meta-Humor, Chaos, skurrilen Figuren und einer Geschichte hat, die sich selbst nicht allzu ernst nimmt, dürfte hier sehr viel Spaß haben.

Ich hatte jedenfalls unglaublich viel Freude mit diesem Buch. Es ist eines dieser Bücher, bei denen man sich nach dem Zuklappen kurz fragt, was man da eigentlich gerade erlebt hat. Und genau das macht einen großen Teil seines Charmes aus.