Düster, poetisch und voller Geheimnisse – eine Geschichte zwischen Glanz und Wahrheit

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julia_1311 Avatar

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Mein erster Eindruck von „A Lie Worth Believing – Illusion“ ist intensiv, atmosphärisch und sofort fesselnd. Schon das Cover wirkt geheimnisvoll und elegant und transportiert genau diese Mischung aus Glanz, Gefahr und Zerbrechlichkeit, die sich auch in der Leseprobe widerspiegelt. Der Schreibstil ist poetisch, dicht und emotional sehr nah an der Protagonistin. Janine Ukena arbeitet mit starken Bildern und einer klaren, eindringlichen Sprache, die Stellas innere Zerrissenheit, ihre Existenzängste und ihre Sehnsucht nach mehr spürbar macht, ohne pathetisch zu wirken. Besonders der Einstieg mit dem Prolog geht unter die Haut und legt früh eine emotionale Tiefe an, die nachhallt. Der Spannungsaufbau funktioniert leise, aber konstant: durch Stellas prekäre Lebenssituation, ihre Vergangenheit und das geheimnisvolle Auftreten von Levin, der mit der Show „Illusion“ eine schillernde, aber beunruhigende Verlockung verkörpert. Zwischen Faszination und Misstrauen entsteht eine dichte Atmosphäre, in der man permanent spürt, dass nichts eindeutig ist. Die Charaktere wirken vielschichtig und glaubwürdig, allen voran Stella, die verletzlich und müde ist, aber trotzdem den Mut aufbringt, sich zu bewegen. Levin bleibt rätselhaft, charmant und schwer zu greifen, was die Dynamik zwischen den beiden besonders reizvoll macht. Ich erwarte eine Geschichte über Illusionen, Selbsttäuschung, Träume und den Preis, den man zahlt, wenn man an etwas glaubt, das vielleicht zu schön ist, um wahr zu sein. Weiterlesen möchte ich unbedingt, weil die Leseprobe nicht nur Spannung erzeugt, sondern emotional berührt und das Gefühl hinterlässt, dass hinter jeder glänzenden Fassade eine Wahrheit wartet, die alles verändern kann.