Illusion

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jutti68 Avatar

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Schon beim ersten Anblick fällt das wunderschöne Cover ins Auge: Die Gestaltung ist nicht nur ästhetisch ansprechend, sondern fängt die Atmosphäre der Geschichte perfekt ein. Man merkt sofort, wie viel Liebe zum Detail in das Design geflossen ist – die Farben und Schriftzüge harmonieren wunderbar miteinander.
Der Schreibstil ist gut und flüssig zu lesen.
Wer in die Welt von Stella und Levin eintaucht, findet sich in einem Netz aus glitzerndem Schein und düsterer Realität wieder. Janine Ukena ist es gelungen, ein Setting zu erschaffen, das weit über klassischen Liebesroman hinausgeht. In Las Vegas verschmelzen Musik und Magie zu einer Einheit, die den Leser förmlich in die Seiten saugt.

Während Stella mit ihrer ehrlichen Stimme und ihrer inneren Zerrissenheit schnell zur Sympathieträgerin wird, bleibt Levin der große Unbekannte – ein Meister der Täuschung, dessen wahre Motive bis zuletzt im Dunkeln liegen. Die Dynamik zwischen den beiden ist geladen mit Misstrauen und einer Anziehungskraft, die man beim Lesen fast physisch spürt. Wer nach einem Buch sucht, das den Atem raubt und einen schließlich mit einem fiesen, aber genialen Cliffhanger im Regen stehen lässt, kommt an diesem Werk nicht vorbei. Es ist mehr als nur eine Liebesgeschichte; es ist ein Spiel mit der Wahrnehmung, bei dem man sich ständig fragt: Was ist echt und was ist bloß eine geschickte Illusion?