Leseempfehlung

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alicee Avatar

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𝐒𝐭𝐞𝐥𝐥𝐚: Durch ihre sanfte und ruhige Art ist sie mir sofort aufgefallen. Besonders zu Beginn hat sie durch Schlagfertigkeit und Kontersprüche von sich überzeugt, was sich leider im Laufe des Buches schnell wieder gelegt hat. Trotzdem ist sie ein sehr liebenswürdiger Charakter und tief emotional. Besonders gut umgesetzt fand ich, dass ihre Selbstfindung eine Rolle gespielt hat. Durch Levin würde diese noch unterstützt. Eine sonderliche Charakterentwicklung hat sie nicht durchgemacht, sie ist höchstens offener und risikobereiter geworden.

𝐋𝐞𝐯𝐢𝐧: Von Beginn an war Levin ein undurchschaubarer, rätselhafter Charakter. Man wusste nie genau, was sein Plan oder seine nächsten Schritte waren, was ich gut fand. Er war undurchsichtig und das hat für viel Spannung gesorgt.
Durch Stella hat er sich verändert, wurde offener und umgänglicher. Trotzdem hat er seine Geheimnisse nicht vollständig erfahren, ich glaube, dass noch viel mehr hinter seiner Fassade schlummert, das wir in Band 2 zu lesen bekommen. Ich bin schon sehr gespannt, wie er sich dann entwickeln wird.

𝐒𝐨𝐧𝐬𝐭𝐢𝐠𝐞𝐬: Die Autorin schafft es, mit Worten Magie zu erschaffern. Der Schreibstil, der mit Metaphern geradezu vollgestopft ist, ist superschön zu lesen und sehr gut verständlich. Die Bilder, die im Kopf hervorgerufen werden, lassen die Geschichte real erscheinen, was bei dem Setting und dem Thema des Buches extrem wichtig ist - das ist super gelungen! Die Show und die Illusionen waren wunderschon beschrieben und so war es so, als wäre ich wirklich Zuschauerin.
Was mir leider nicht so gut gefallen hat war, dass der Plot sehr vorraussichtlich war. Ich konnte schon nach den ersten 80 Seiten vermuten, was passieren würde - und das hat sich am Ende auch so bewahrheitet. Deswegen war auch der Spannungsbogen nicht so hoch, wie er hätte sein können, was ich schade finde, denn die Geschichte hatte so ein krasses Potenzial!
Mein anderer Kritikpunkt ist der Spice. Die Tension zwischen Stella und Levin hat mir sehr gut gefallen, auch wenn ich nicht fand, dass es Haters to Lovers war. Doch die spicy Szene war mir viel zu zwischengeschoben und hat sich so angefühlt, als hätte sich die Autorin gezwungen gefühlt, sie einzufügen, weil es ungewohnt ist, keine zu haben. Gerade das hätte der Geschichte aber gut getan.
Die Beschreibungen der Show, der Illusionen und Las Vegas waren jedoch phänomenal. Die Nebencharaktere und das "Worldbuilding" hat der Geschichte sehr viel Leben eingehaucht und es leicht gemacht, weiter lesen zu wollen. Die Atmosphäre zwischen der Freundesgruppe und gerade Cam mit seiner lockeren, lustigen Art, haben den Suspense-Anteil leichter und fluffiger erscheinen lassen.